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10.09.2018

Wattenmeer

Светлана Штанакова
Учитель немецкого языка
Доклад для научно-практической конференции учащихся по немецкому языку.

Содержимое разработки

Die wissenschaftliche Stadtkonferenz der Schüler

Sektion: Deutsche Sprache

Wattenmeer-Weltnaturerbe

Bobrokov Egor

Schüler der 8.“G“ Klasse

Gymnasium №3

Wissenschaftsleiterin:

Shtanakova Svetlana Vasiljevna

Deutschlehrerin der 1.Qualifikation

Gorno-Altaisk

2017

Inhalt

Einleitung 3

Was bedeutet „Watt“ und „Wattenmeer“ 4

Die periodische Wasserbewegung in den Ozeanen 5

Die Gezeiten: die Ebbe und die Flut 6

Erholung am Wattenmeer 9

Biologische Vielfältigkeit des Wattenmeers 10

Das Wattenmeer als Objekt des Weltnaturerbes 15

Abschluss 17

Quellenverzeichnis 18

Anhang 19

Einleitung

Der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer besteht seit 1986 und umschließt die Ostfriesischen Inseln, Watten und Seemarschen zwischen Dollart an der Grenze zu den Niederlanden im Westen und Cuxhaven bis zur Außenelbe-Fahrrinne im Osten. Der Nationalpark ist etwa 345.800 ha groß. Die Nationalparkverwaltung befindet sich in Wilhelmshaven. Seit Juni 2009 gehört der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer zusammen mit dem Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und dem niederländischen Wattenmeer zum UNESCO-Weltnaturerbe.Die Vielseitigkeit der Landschaft macht das Wattenmeer an der Nordseeküste zu einem einzigartigen Lebensraum für unzählige Tier- und Pflanzenarten. Das UNESCO-Weltnaturerbe umfasst auf einer Fläche von circa 11.000 Quadratkilometern die drei Wattenmeer-Nationalparks in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hamburg und Dänemark sowie das Wattenmeer-Schutzgebiet in den Niederlanden.

Im Rahmen meines Referats möchte ich über das Wattenmeer als Objekt des Weltnaturerbes erzählen.

Das Ziel dieses Referats ist zu beweisen, warum wurde das Wattenmeer als Objekt des Weltnaturerbes.

Ich habe folgende Aufgaben gestellt:

Was ist nämlich Watt und das Wattenmeer?

Wie entstehen die Wasserbewegungen in den Ozeanen?

Das Wattenmeer als Erholungsort zu betrachten.

Wie ist die biologische Vielfältigkeit des Wattenmeers und seine Bedeutung für die Umwelt.

Während der Arbeit an diesem Thema habe ich folgende Methoden benutzt:

Methode der Erforschung der wissenschaftlichen Literatur.

Methode der Analyse der Videofragmente.

I. Was bedeutet „Watt“ und „Wattenmeer“

1) gener. Flach, flaches Wässer, seichtes Wässer, Seichtheit, Untiefe, Wattenmeer

2) geol. Flachwasser, Flachwasserbereich, Furt (на реке), Furte (на реке), Schafflut, Seichtigkeit, Seichtwasser, Wattenmeer, flaches Wasser, seichtes Wasser

3) hydrogr. Mineralwasser

4) oil. Flachwassergebiet

5) nav. flache Gewässer, seichte Stelle

6) shipb. beschränkte Wassertiefe, FlachseeWattenmeer

Also, als Wattenmeer bezeichnet man das Teilgebiet eines Meeres im Küstenbereich beziehungsweise die dortige Landschaft, die unter einem starken Einfluss der Gezeiten steht. Das ist der flache Teil der Nordsee zwischen dem Festland und den dasselbe begleitenden Inseln (s. Karte »Schleswig Holstein«), 8–16 km breit, nur in den Flussmündungen und in den Tiefen oder Wattströmen von größerer Tiefe, sonst zur Ebbezeit. Das Watt kennzeichnet stetiger Wechsel von Wasser und Land Das Wattenmeer der Nordsee ist eine im Wirkungsbereich der Gezeiten liegende, etwa 9.000 km² große, 450 Kilometer lange und bis zu 40 Kilometer breite Landschaft.

I.1. Die periodische Wasserbewegung in den Ozeanen

Bei der Drehung der Erde um ihre eigene Achse würden die Wasserberge und -täler auf der Erde umlaufen, wenn der Ozean die Erde umfasste. Durch die Existenz der Kontinente ist der Ozean in mehrere mehr oder weniger in sich geschlossene Einzelozeane aufgeteilt, an deren Rändern das anströmende Wasser nicht nur aufgehalten, sondern auch reflektiert wird. Eine Wasserwelle läuft zurück und wird am gegenüberliegenden Rand erneut reflektiert. Das Wasser schwappt in den Ozeanbecken zwischen deren Rändern hin und her, wobei sich vor- und zurücklaufende Wellen überlagern, was zu stehenden Wellen führt. Bei Resonanz zwischen der Wellenausbreitung und dem von der Erddrehung verursachten Wechsel der Gezeitenkräfte entstehen Resonanzen, wodurch sich die Wellenamplitude vergrößern kann.

Von allen Himmelskörpern unseres Sonnensystems gibt es nur auf der Erde große Wasserflächen. Über 70% ihrer Oberflächen werden von den Weltmeeren bedeckt, die die Landmassen umschließen. Dort, wo das Land endet und das Meer beginnt, können wir Zeuge eines Phänomens werden, das bereits die Römer die Erstaunen versetzte, als sie vorJahrhunderten im Bereich des Englischen Kanals anlandeten. Sie sahen sich dort regelmäßigen Schwankungen des Wasserstandes gegenüber, die sie vom ihnen vertrauten Mittelmeer nicht kannten. Im Bereich der Nordseeküste bleibt dem Betrachter dieses regelmäßige Heben und Senken des Wasserstandes ebenfalls nicht verborgen.

In bestimmen zeitlichen Abständen hebt und senkt sich das Wasser, bis es den jeweils höchsten Stand (Hochwasser) bzw. den niedrigsten Stand (Niedrigwasser) erreicht hat. Dieser Vorgang des auf-und ablaufenden Wassers wird Gezeiten (niederdeutsch Tide) genannt.Der Höhenunterschied des Wassersstandes zwischen Hoch-und Niedrigwasser ist der Tidenhub.

I.2. Die Gezeiten: die Ebbe und die Flut

Die Gezeiten oder Tiden (niederdeutsch Tid, Tied [tiːt] „Zeit“; Pl. Tiden, Tieden [tiːdən] „Zeiten“) sind periodische Wasserbewegungen des Ozeans, die sich vorwiegend an dessen Küsten auswirken. Dort führen sie zu Tidehochwasser und -niedrigwasser. Sie sind eine Folge der Gezeitenkräfte von Mond und Sonne, wobei der stärkere Einfluss vom Mond ausgeht. Die Erdrotation bewirkt, dass diese Gezeitenkräfte an einem festen Ort der Erdoberfläche zeitlich variieren. Daher gibt es an den meisten Küsten während des Mondumlaufs von knapp 25 Stunden je zweimal Hochwasser und zweimal Niedrigwasser.

Bei Voll- und Neumond addieren sich die Gezeitenkräfte von Sonne und Mond zu einer besonders großen Tide, der Springtide, bei Halbmond dagegen ergibt sich eine besonders kleine Tide, die Nipptide. Die Gezeitenkräfte der Sonne betragen etwa 46 % derjenigen des Mondes. Besonders große Gezeitenkräfte und Springtiden ergeben sich, wenn sich zusätzlich der Mond im erdnahen Bereich seiner Umlaufbahn befindet.

Ebbe ist der Zeitraum und der Vorgang sinkenden, „ablaufenden“ Wassers. Der Zeitpunkt des höchsten Wasserstandes heißt Hochwasser (HW), der des tiefsten Wasserstandes Niedrigwasser (NW). Der Wasserstand zu diesen Zeiten heißt Hochwasserhöhe (HWH) bzw. Niedrigwasserhöhe (NWH). Aufeinander folgende Hochwasser- und Niedrigwasserhöhen sind unterschiedlich, da sich die Stellungen von Mond und Sonne relativ zur Erde ändern. Der Zeitpunkt des Wechsels von auflaufendem zu ablaufendem Wasser oder umgekehrt heißt Kentern. Beim Kentern der Tide kommt es für kurze Zeit zu einem Stillstand der Gezeitenströmung, dem Stauwasser.

Der Höhenunterschied zwischen Niedrigwasserhöhe und der folgenden Hochwasserhöhe (während der Flut) heißt Tidenstieg. Der Höhenunterschied zwischen Hochwasserhöhe und der folgenden Niedrigwasserhöhe heißt Tidenfall. Der Mittelwert aus Tidenstieg und Tidenfall heißt Tidenhub. Der zeitliche Verlauf des Wasserstandes zwischen Niedrigwasser, Hochwasser und darauf folgendem Niedrigwasser ergibt die Tidenkurve. Die gezeitenbedingte Höhe des Wasserstandes bezogen auf das örtliche Seekartennull (meistens LAT) heißt Höhe der Gezeit.

Durch die zur Erdachse veränderliche Neigung der Mondbahn ergibt sich eine etwa jährliche Variation der Tiden.

Die Lehre von den maritimen Gezeiten der Erde heißt Gezeitenkunde. Ihre Grundaussagen sind Bestandteil der nautischen Ausbildung.

Das Sinken des Meeresspiegels infolge der Gezeiten nennt man die Ebbe oder die Tide.

Als Flut wird das Steigen des Wasserstandes infolge der Gezeiten (Tide) bezeichnet. Dieser Zeitraum reicht von einem Niedrigwasser bis zum folgenden Hochwasser. An der Küste wird auch der Ausdruck auflaufendes Wasser zur Unterscheidung von binnenländischen Hochwässern oder Überflutungen benutzt. Das darauf folgende Sinken des Meeresspiegels wird Ebbe (ablaufendes Wasser) genannt. Die Flut ist nicht mit dem Hochwasser zu verwechseln. Flut zeigt eine Bewegungsrichtung an, während Hochwasser den höchsten Stand des Wassers markiert.

Der Flutstrom kann in den Prielen des Wattenmeers beträchtliche Geschwindigkeiten (bis über 20 km/h) erreichen. Daher ist bei Wanderungen im Watt besondere Vorsicht geboten.

Die Höhe der Flut über dem Meeresspiegel ist nicht überall gleich. In der von den Ozeanen relativ abgeschnittenen Ostsee liegt sie bei 10 cm, auf der offenen Nordsee meist bei 100 cm. Der Tidenhub des Atlantiks liegt im Gebiet des mittelatlantischen Rückens bei nur 50 cm. An Küsten, Buchten und an Ästuaren, an denen der Wasserberg Engstellen passieren muss, liegt er weitaus höher. In den Ästuaren der Flüsse, beispielsweise der Elbe und Weser, werden bis zu 4 m, bei Sturmfluten bis zu 10 m erreicht. Der Tidenhub ist an Flüssen auch noch im Landesinneren zu spüren, sofern keine Sperrwerke bestehen und der Höhenunterschied gering ist (Tidefluss), z. B. Amazonas, Themse, Elbe, Weser, Wümme, Ems.

In Sturmfluten wird der Wasserstand durch die Kraft des Windes über das Normalmaß hinaus erhöht. Dadurch können Wasserstände erreicht werden, die 3 bis 5 Meter über dem normalen mittleren Tidehochwasser (MTHW) liegen. In der Vergangenheit haben Sturmfluten insbesondere an den Küsten der Nordsee beträchtliche Opfer gefordert, so z. B. 1962 in Hamburg.

Auf solchen Schildern steht es täglich geschrieben, wann man die Ebbe und die Flut erwartet. Man kann eigentlich Wattwanderung und Badezeit planen.

III. Erholung am Wattenmeer

Die Küste der Nordsee ist ungewöhnlich flach. Der Meeresboden fällt teilweise nur wenige Zentimeter pro Kilometer ab. Zweimal täglich trägt die Flut Sand, Ton und Schluff in das Gebiet des Wattenmeeres. Dünen kennzeichnen die Küste, die der Wind aus den feinen Sandkörnchen aus dem bloßgelegten Watt aufbaut.

Muschelbänke, dichte Seegraswiesen und weiches Schlickwatt bieten vielen Tieren Nahrung. Blühende Salzwiesen im ausgedehnten Deichvorland und auf Inseln und Halligen wechseln sich ab mit weißen Stränden und Dünen. Für Millionen von Zugvögeln ist das Wattenmeer als Zwischenstopp und Rastgebiet unverzichtbar. Geologisch betrachtet ist das Wattenmeer mit erst 10.000 Jahren eine sehr junge Landschaft, und es wird ständig neu geformt von Wind und Gezeiten. Alle sechs Stunden wechseln sich Ebbe und Flut ab und in jedem Augenblick verändert sich die Landschaft fast magisch. Das können Sie zu jeder Jahreszeit miterleben! Die wechselnden Wasserstände machen es möglich, weit ins Watt hinein oder vom Festland zu Inseln und Halligen zu wandern. Bei einem Spaziergang auf dem Meeresgrund, am besten mit einem erfahrenen Wattführer, erleben Sie das Zusammenspiel von Wind, Wasser und Wellen hautnah und beobachten gewaltige Vogelschwärme bei ihren Flugkünsten. Aus der Ferne können Sie sogar manchmal Seehunde beobachten, die sich auf einer Sandbank sonnen.

Im Wattenmeer spazieren gehen? Das geht! Denn zweimal am Tag fällt dieses Flachmeer trocken – dank der Anziehungskraft von Sonne und Mond. So entstand ein ganz besonderer Lebensraum – mit ganz besonderen Tieren und Pflanzen.

Hier ist alles ständig in Bewegung. Entweder strömt Meerwasser hineinoder hinaus. Und schiebt, wirbelt, treibt und schleppt jedes Mal Unmengen Schlick und Sand mit sich mit. An manchen Stellen schüttet die Strömung Schlick und Sand zusammen mit dem Wind zu richtigen kleinen Inselchen auf. So ähnlich entstanden alle Inseln im Wattenmeer.

III. Biologische Vielfältigkeit des Wattenmeers

Die Nahrungskette

Alle Tiere des Wattenmeeres sind Teil der marinen Nahrungskette. An deren Anfang stehen die Algen. Sie wandeln Sonnenenergie in Biomasse um. Außer Sonne und Sauerstoff brauchen sie nur wenige Nährsalze zum Leben. Am anderen Ende stehen Arten, die zumindest im Wattenmeer keine natürlichen Feinde besitzen: große Seevögel und Seehunde zum Beispiel. Für die meisten Tiere dazwischen gilt mehr oder weniger: fressen und gefressen werden. Je feinkörniger das Sediment, desto mehr organische Nährstoffe gibt es im Wattenmeer. Gewaltige Mengen an kleinen Planktontierchen werden über die Strömung täglich frisch in das Wattenmeer transportiert. Strudler und Angler unter den Tieren wie die Herzmuschel oder manche Borstenwürmer filtrieren dann während der Flut mit Hilfe von Saugrohren oder Tentakeln Plankton aus dem Wasser. Andere Bewohner wie die Wattschnecke weiden den Wattboden nach Kleinstorganismen ab. Pfeffermuschel und Plattmuschel wiederum saugen mit sehr dehnbaren Rohren den Schlickbrei ihrer Umgebung einfach auf und können ihn noch vor der Mundöffnung in Fressbares und in Unverdauliches zerlegen – und letzteres wieder ausstoßen.

Borstenwürmer. Im Wattenmeer kann man fast 100 Borstenwurmarten finden. Besonders wichtig und bekannt durch seine Spaghettihäufchen ist der Wattwurm. Er frisst sich durch den Schlick, verwertet dabei die organischen Teilchen und scheidet den gereinigten Sand wieder aus. So filtert er die obere Schicht des Wattbodens. Alle Wattwürmer zusammen pflügen mehrmals im Jahr die oberen 20 Zentimeter des Wattbodens um – was für viele andere Bewohner gute Lebensbedingungen sichert.

Muscheln. Muscheln sitzen meist im Boden vergraben, um sich vor Feinden zu schützen. Im Wattenmeer leben sieben Muschelarten. Die häufigste ist die Herzmuschel. Das etwa drei Zentimeter große Tier filtriert stündlich 2,5 Liter Wasser. Mit seinem Grabfuß kann es sich rasch im Boden vergraben. Im Mai geben die Weibchen bis zu 50.000 Eier ins Wasser ab, aus denen nach einmonatiger Larvenphase Jungmuscheln werden. Schon nach kurzer Zeit sind die meisten weggefressen. Herzmuscheln können mit Glück acht Jahre alt werden. Die blauschwarzen, etwa fünf bis zehn Zentimeter groß werdenden Miesmuscheln siedeln im Gezeitenbereich und auf dem Meeresboden. Man kann sie auch an Felsküsten und an Hafenmolen finden. Mit den von einer Drüse abgesonderten Klebefäden heften sie sich aneinander und am Untergrund fest und können so an geeigneten Standorten im Wattenmeer ausgedehnte Bänke mit mehreren tausend Muscheln pro Quadratmeter bilden. Zählt man auch die Seevögel, die hier reichlich Nahrung finden, dazu, beherbergt eine Miesmuschelbank etwa 100 Tierarten.

Fische. Im Wattenmeer gibt es heute noch etwa 70 Fischarten. Am bekanntesten sind die am Boden lebenden Arten wie Grundel, Seeskorpion, Scholle und Seezunge. Viele Fischeier gelangen durch die Nordseeströmung ins Wattenmeer. Und weil es dort viele Nährstoffe gibt, gilt das Wattenmeer als ideale Kinderstube für Jungfische – vor allem für Scholle, Seezunge, Hering, Wittling und Hornhecht. Auf dem bei Flut überspülten Wattboden sind vor allem diese Jungfische oder kleine Arten wie die Grundeln zu finden. Eine Ausnahme ist die Meeräsche, die Algenbeläge vom Schlickboden frisst und bis in ganz flaches Wasser vordringt. Typische Standfische, die immer hier bleiben, sind Seeskorpion, Aalmutter, Sandgrundel und Scheibenbauch. Sie werden allesamt nicht größer als 30 Zentimeter. Andere Arten durchqueren das Wattenmeer beim Zug in ihre Laichflüsse (Lachs, Meerforelle, Neunaugen, Schnäpel) oder auf dem Weg zurück ins tiefere Meer (Aal). Große Fische gibt es heute im Wattenmeer kaum noch. Früher konnte man dort noch Rochen und Störe fangen. Und auch die Schollen wurden viel größer. Doch durch die intensive Nordseefischerei sind die großen Fische verschwunden. Und die Verbauung des Eider-Flusses hat dazu geführt, dass die letzten Störe ihre Laichgründe verloren haben. Das Wunder der Flunder Plattfische wie die Scholle, die Seezungeund die Flunder sind extrem flach, können sogar ihre Hautfarbe der Umgebung anpassen und sich eingraben. Dadurch werden sie fast unsichtbar. Als Babys sind die Plattfische noch gar nicht platt und sie haben, wie andere Fische auch, ihre Augen rechts und links am Kopf. Erst als etwa ein Zentimeter kleine Jungfische machen sie sich platt fürs Leben am Meeresboden. Zugleich „wandern“ ihre Augen, während sie wachsen, ganz allmählich auf eine Seite des Kopfes. So können sie dann bequem aus dem Sand lugen. Auch wird der Körper immer flacher, bis tatsächlich eine Seite zum Bauch wird. So getarnt gehen sie auf Jagd nach Würmern, kleinen Krebsen, Muscheln und kleinen Fischen.

Krebstiere. Wie Insekten tragen auch Krebse einen schützenden Chitinpanzer. Und sie verstärken ihn noch durch Kalk. Bei jedem Wachstumsschritt werfen sie den alten Panzer ab und bilden einen neuen. Sogar abgebissene Beine können sie ersetzen. Die meisten Krebse sind sehr klein, doch auch größere Arten leben im Wattenmeer, vor allem Strandkrabbe und Schwimmkrabbe. Am bekanntesten ist die Nordseegarnele, ein langschwänziger Zehnfußkrebs von bis zu acht Zentimeter Länge. Sie wird als sogenannte „Krabbe“ auch gern gegessen. Die Nordseegarnele vergräbt sich meist flach im Sand. Mit der Flut wandert sie auf die Wattflächen hinauf, mit der Ebbe zurück in die Priele. Der Einsiedlerkrebs sucht sich als Wohnhaus bevorzugt ein leeres Meeresschneckenhaus, zum Beispiel das der Wellhornschnecke. Seine orange-weißlich gefärbten Fuß- und Scherenspitzen ragen aus der Gehäusemündung heraus. Das sind auch die einzigen gepanzerten Teile seines Körpers. Wenn ein Einsiedler wächst, sucht er ein größeres Schneckenhaus, in das er umziehen kann.

Vögel. Etwa 70 Vogelarten leben im Wattenmeer – besonders Schnepfen, Strandläufer, Regenpfeifer, Gänse, Enten und Möwen. Die meisten von ihnen sind gefiederte Weltenbummler: Das Wattenmeer ist für Zugvögel, die in der Arktis brüten, das wichtigste Rastgebiet in Europa. Hier fressen sich Ringelgänse, Knutts, Alpenstrandläufer, Kiebitzregenpfeifer und andere Vögel Fettpolster für die Tausende Kilometer langen Weiterflüge an. Im Frühjahr, wenn es zur Brut in die Arktis geht – nach Nordsibirien, Skandinavien, Grönland oder Nordostkanada. Und im Sommer und Herbst für den Weiterflug zur Überwinterung im Süden. Der führt viele Tiere bis nach Westafrika, einige sogar bis nach Südafrika und die Küstenseeschwalbe bis in die Antarktis. Manche Vogelarten überwintern auch im Wattenmeer oder an anderen europäischen Küsten. Zehn Prozent der Wattenmeervögel – das sind mehr als eine Million – brüten auch hier. Typische Arten sind Austernfischer, Rotschenkel, Küstenseeschwalbe und Silbermöwe. Die meisten ihrer Nester liegen in den Salzwiesen und Dünen direkt auf dem Boden. Die Vorteile für Vögel: Im Watt gibt es reichlich zu fressen und Feinde sieht man schon von weitem – idealer geht’s nicht, um hier als Zugvogel zu rasten, als Brutvogel zu leben oder zum Mausern zu landen. Beispiel Ringelgänse: Sie brüten auf der 5.000 Kilometer weiter nord- östlich gelegenen sibirischen Taimyr-Halbinsel. Im Frühjahr und Herbst leben sie im Wattenmeer – am liebsten auf den Halligen. Den Winter verbringen sie wiederum an den Küsten Frankreichs und Großbritanniens. Um im Mai vom Wattenmeer nach Sibirien zu ziehen, brauchen die Pflanzen fressenden Ringelgänse viel Futter, das sie sich auf den Salzwiesen der Halligen holen. In manchen Jahren bleibt für die dortigen Rinder nicht mehr viel Gras übrig. Da ist es gut, dass die Halligbauern dafür einen finanziellen Ausgleich erhalten. Durch starke Verfolgung waren Ringelgänse einmal fast ausgestorben. Seit sie geschützt sind, hat sich ihr Bestand gut erholt. Von 15.000 Tieren in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts stieg ihre Zahl auf heute bis zu 300.000 Tiere. Eine wahre Erfolgsstory für den Naturschutz! BeispielAusternfischer: Der „Halligstorch“ ist weit verbreitet, ganzjährig anwesend, wird bis zu 43 Zentimeter groß und kann 44 Jahre alt werden. Mit etwa 500.000 überwinternden Exemplaren und 40.000 Brutpaaren ist das Wattenmeer der bedeutendste Lebensraum des Austernfischers.

Die Bewohner des Wattenmeeres Meeressäuger. Im Wattenmeer sind drei Meeressäuger heimisch: Schweinswal, Seehund und Kegelrobbe. Selten verirren sich auch andere Robben oder größere Wale ins Wattenmeer. Seehunde und Kegelrobben sind leicht zu beobachten, weil sie sich gerne auf Sandbänken ausruhen. Schweinswale hingegen sind nur gelegentlich an ihrer auftauchenden Rückenflosse zu erkennen. Alle drei Arten fressen Fische – Kegelrobben und Seehunde auch Tintenfische. Schweinswal: Der Kleinste unter den Walen. Ausgewachsene Tiere werden bis zu 1,90 Meter lang. Sie haben einen dunkelgrau gefärbten Körper mit heller Bauchseite. Schweinswale können höchstens sechs Minuten die Luft anhalten. Daher ertrinken sie auch so schnell, wenn sie sich in den Maschen eines Fischernetzes verheddern. In der südlichen Nordsee leben schätzungsweise noch etwa 30.000 bis 40.000 Schweinswale. Kegelrobbe Kennzeichen: kegelförmiger Kopf, bis 2,3 Meter lang und bis zu 350 Kilogramm schwer. Verspeist junge Schwarmfische, viele Tintenfische, ab und zu auch Seevögel. Kann bis zu 20 Minuten die Luft anhalten. In der südlichen Nordsee leben heute etwa 1.700 Tiere – vor allem im niederländischen Watt sowie auf den „Knobsänden“ vor Amrum und auf der „Düne“ bei Helgoland. Seehund Kennzeichen: runder Kopf, bis 1,5 Meter groß und 100 Kilogramm schwer. Er kann 30 Minuten die Luft anhalten und frisst so ziemlich alles, was ihm im Meer vor die Schnauze kommt – vor allem Fische und Krebse. Über 20.000 Seehunde leben derzeit im Wattenmeer. Was tun, wenn man ein Robbenbaby findet? Nicht berühren, mindestens 100 Meter Abstand halten und die nächste Naturschutzstation informieren. Denn es kann zum Beispiel sein, dass die Mutter nur kurz mal auf Fischfang ist und gleich wiederkommt. Oder dass die kleine Robbe bereits selbstständig ist.

IV. Das Wattenmeer als Objekt des Weltnaturerbes

Seit über 20 Jahren ist das Wattenmeer zu einem großen Teil Nationalpark. Noch immer jedoch gibt es eine Reihe von Aktivitäten vor der Nordseeküste, die mit diesem höchsten Schutzstatus nicht vereinbar sind.Der WWF kämpft nunmehr seit fast 30 Jahren für den Schutz des Wattenmeeres – mit Erfolg: Die drei Anrainerstaaten Dänemark, Deutschland und die Niederlande arbeiten inzwischen zusammen und haben ihre Wattenmeeranteile als Schutzgebiet ausgewiesen. In Deutschland wurde das Wattenmeer auch auf Initiative des WWF Nationalpark – die höchstmögliche Schutzkategorie.

Baumaßnahmen. Das Wattenmeer wird vor allem durch eine Vielzahl von Baumaßnahmen bedroht: Sperrwerke, Siele, Steinkanten, Deiche, Dämme, Flussvertiefungen, Öl- und Gasförderung mit Pipelines sowie Kabeltrassen schnüren das Wattenmeer regelrecht ein. Und noch immer kommen neue Eingriffe hinzu. Viel wird darüber diskutiert, ob auch der Schutz vor Sturmfluten nicht naturverträglicher gewährleistet werden kann. Und ob das Vertiefen der Flüsse wie der Elbe für immer größere Schiffe die Natur nicht aus dem Lot bringt. Immer mehr Windparks werden am Rande des Wattenmeeres gebaut – und bald vermutlich auch im Offshore-Bereich. So nötig das für eine saubere Energieversorgung ist, so wichtig ist es zugleich, die Auswirkungen dieser großflächigen Bauwerke auf die Natur – wie etwa die Zugvögel – durch sorgfältige Planung und ökologische Begleitforschung zu verringern.

Verschmutzung.Über die Flüsse, aus der Luft und aus Schiffen gelangen giftige Industriechemikalien, Pestizide sowie Düngemittel aus der Landwirtschaft ins Meer. So haben sich in der Nordsee unter anderem Schwermetalle, Chlorkohlenwasserstoffe, Radionuklide und Millionen Tonnen Düngesalze angesammelt. Mittlerweile hat der Schadstoffstrom dank gesetzlicher Verordnungen nachgelassen. Doch immer noch reichern sich Umweltgifte – darunter neue mit unbekannten Auswirkungen – über die Nahrung so stark in den tierischen Bewohnern des Wattenmeeres an, dass Schwächungen deren Immunsysteme oder eine verringerte Fortpflanzung befürchtet werde.

Fischfang. Übermäßige Fischerei hat bereits zur Ausrottung von Rochen und Europäischen Austern im Wattenmeer sowie zur Schrumpfung der Plattfischbestände geführt. Kaum ein Fisch in der Nordsee kann noch groß und alt werden, weil er bereits als Jungtier weggefangen wird. Schleppnetze pflügen ständig den Meeresboden um. Stellnetze für Steinbutt, Kabeljau oder Plattfische fangen auch Säugetiere wie Schweinswale mit. Verheddern sie sich in den Netzmaschen, ertrinken sie. Selbst in den drei Nationalparks des Wattenmeeres ist die Fischerei noch großflächig erlaubt, vor allem von Krabben und Muscheln.

Klimawandel. Schließlich bedroht der verstärkte Anstieg des Meeresspiegels, ausgelöst durch die wahrscheinlich vom Menschen verstärkte Erwärmung des Planeten, das Wattenmeer als Ganzes. So könnten große Teile des heutigen Wattenmeeres in wenigen Jahrzehnten ganz unter Wasser verschwinden. Mit schlimmen Folgen für Mensch und Natur. Ob das Wattenmeer einfach weiter ins Binnenland vorrücken würde, ist ungewiss.

Auf dem Territorium des Wattenmeers wurden 3 Nationalparke geschaffen:

NationalparkHamburgischesWattenmeer, (Национальный парк Ваттенмер Гамбургский)

NationalparkNiedersächsischesWattenmeer, (Национальный парк Ваттенмер Нижнесаксонский)

NationalparkSchleswig-HolsteinischesWattenmeer, (Национальный парк Ваттенмер Шлезвиг - Гольштинский)

Abschluss

Die UNESCO, die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation, hat das deutsche und niederländische Wattenmeer Ende Juni 2009 in die Liste des Welterbes aufgenommen. 2014 wurde das Gebiet um das dänische Wattenmeer erweitert. Damit steht jetzt das gesamte Wattenmeer auf einer Stufe mit anderen weltberühmten Naturwundern wie dem Grand Canyon in den USA und dem Great Barrier Reef in Australien, die ebenfalls zum Weltnaturerbe gehören.

Das Wattenmeer wurde unter allen drei angemeldeten Kriterien in die Liste des Welterbes aufgenommen. Damit ist bestätigt: Unser Wattenmeer besitzt sowohl hinsichtlich der geologischen und ökologischen Prozesse als auch hinsichtlich seiner Bedeutung für den Erhalt der biologischen Vielfalt eine weltweit herausragende Bedeutung. Es ist geologisch betrachtet eine sehr junge Landschaft, erst 10.000 Jahre alt, und wird ständig neu geformt von Wind und Gezeiten. Es zeigt auf einmalige Weise, wie sich Pflanzen und Tiere an die ständig wechselnde Landschaft anpassen, und es bietet ein Zuhause für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, die andernorts selten geworden sind. Rund 10.000 Arten von einzelligen Organismen und Pilzen, bis hin zu höheren Pflanzen und Tieren leben hier. Am spektakulärsten ist der Vogelzug im Frühjahr und Herbst mit bis zu zwölf Millionen Vögeln, die eine Rast im Wattenmeer einlegen.

Quellenverzeichnis

1. Janke Klaus, Kremer Bruno P, „Das Watt: Tiere und Pflanzen im Weltnaturerbe. Taschenbuch., 2011.

2. Stock Martin, Ute Wilhelmsen „Wissen Wattenmeer Weltnaturerbe“. Verlag Wachholtz, Taschenbuch., 2010

3. Ute Wilhelmsen: Wattenmeer entdecken und verstehen. Verlag Wachholtz,Taschenbuch., 2015.

4. Wolfgang Glebe: Ebbe und Flut: das Naturphänomen der Gezeiten einfach erklärt. Delius Klasing, Bielefeld 2010.

5.www.young.panda@wwf.de

6.www.wwf.de/panda-info

7.www.planet-wissen.de

8.www.wattenmeer-nationalpark.de

9. www. waddensea-worldheritage.org

Anhang

1. Wattenmeerestest

1. Was gibt es nicht im Watt?

a) Schlick

b)Salzwiesen

c) Dünen

d) Felsen

2. Welcher Fluss fließt ins Wattenmeer?

a) Rhein

b) Donau

c) Elbe

d) Main

3. Wer macht Spaghettihäufchen im Wattenmeer?

a) der Seehund

b) die Herzmuschel

c) der Wattwurm

d) der Austernfischer

4. Wer ist ein Plattfisch?

a) Forelle

b) Flunder

c) Aal

d) Sandgrundel

5. Bei welcher Tiergruppe können abgebissene Beine wieder nachwachsen?

a) Krebse

b) Robben

c) Zugvögel

d) Fische

6. Was tun, wenn man ein Robbenbaby findet?

a) laut schreien, um es wieder ins Wasser zu treiben

b) mit Sonnencreme einschmieren, damit es nicht austrocknet

c) mit Milch füttern, damit es nicht verdurstet

d) nicht berühren und die nächste Naturschutzstation informieren

7. Was ist der Queller?

a) ein Vogel

b) eine Pflanze

c) ein Fisch

d) ein Krebs

8. Welche Muschel siedelt auch außerhalb des Schlicks?

a) Miesmuschel

b) Fiesmuschel

c) Kiesmuschel

d) Griesmuschel

20

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