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Научная работа по проблеме миграции в Германии
Муниципальное бюджетное общеобразовательное учреждение «Школа№154»
Приокского района г. Н.Новогрода
Научное общество учащихся
Миграция в Германии: проблемы и пути решения
Выполнил: Якоб Майер
Ученик 10 А класс
Научный руководитель:
Чараева Е.В.
Учитель иностранных языков
Н.Новгород
2017
Inhalt
Einleitung………………………………………………………………………….3
Die Begriffe “Einwanderung” und “Migration”…………………………………..5
Die Analyse der Daten für 2015…………………………………………………...6
Die Analyse der Daten für 2016…………………………………………………...7
Die Registration der Migranten……………………................................................7
Die Grenzen der BRD……………………………………………………………...9
Wohnraum: Genug Platz für alle………………………………………………….10
Die Situation auf dem Arbeitsmarkt………………………………………………11
Wachstum: Die neuen Konsumenten……………………………………………..13
Literatur…………………………………………………………………………...15
Einleitung
Das Problem der Migration
Es ist bekannt, dass das Problem der Migration in unserer Welt nicht mehr neu ist. Fast zwei Drittel der Deutschen sind gegen Einwanderung aus Ländern außerhalb der Europäischen Union. Das geht aus der nationalen Auswertung des jüngsten Eurobarometers im Auftrag der EU-Kommission hervor. Demnach sind die Bundesbürger mit ihrer Haltung (61 Prozent dagegen) etwas kritischer als der Durchschnitt aller befragten Europäer, von denen 57 Prozent Einwanderer aus Nicht-EU-Ländern ablehnen. Das Thema Einwanderung ist für die Deutschen das wichtigste Problem in Europa, noch vor der Schuldenkrise.
Noch höher als in Deutschland ist die Ablehnung etwa in Italien (75 Prozent), Lettland (79) oder in der Slowakei (74), geringer in Schweden (25), Großbritannien (57) und Frankreich (58).
Anders sieht es aus mit der Einstellung gegenüber Einwanderern aus anderen EU-Staaten, diese fällt deutlich positiver aus. 50 Prozent der Deutschen und 52 Prozent der Europäer stehen dem Zuzug aus EU-Ländern aufgeschlossen gegenüber. 76 Prozent der Deutschen und 72 Prozent der Europäer finden es gut, dass jeder EU-Bürger in jedem EU-Land leben kann; ähnlich viele Deutsche (76 Prozent) und Europäer (74 Prozent) halten es für eine gute Sache, dass jeder EU-Bürger im Land seiner Wahl arbeiten darf. Selbst die befragten Deutschen und Europäer, die ein schlechtes Bild von der EU haben, sind mehrheitlich dafür, dass sich EU-Bürger innerhalb der EU überall niederlassen dürfen.
Das Ziel unserer Forschungist die Suche nach der Lösung einer Frage der Migration.
Die Aufgabe unserer Forschung sind:
Die Analyse einige kürzlich durchgeführten Umfrage;
Die Identifizierung möglicher Tendenzen;
Die Ermittlung der Ursachen der gefundenen Daten.
Aktuelle Zuwanderung
Vor Beginn der Flüchtlingskrise war es recht einfach zu erfahren, wie viele Schutzsuchende in einem bestimmten Zeitraum ins Land kamen. Die monatlich veröffentlichten Zahlen der Asylanträge waren mehr oder weniger deckungsgleich mit jenen der Eingereisten.
2015 drifteten die Zahlen der irregulären Migranten, die im IT-System der Bundesländer (Easy) registriert wurden, und die Zahl der gestellten Asylanträge immer weiter auseinander. So wurden zwar fast 1,1 Millionen Easy-Registrierungen gezählt, aber vor allem wegen Überlastung der Behörden nur 477.000 Asylanträge gestellt.
Doch die Kraftanstrengung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und die deutlichen Signale aus Europa an Flüchtlinge und andere Migranten blieben nicht ohne Wirkung.
Im Februar 2016 überstieg die Zahl der Asylanträge erstmals wieder die Zahl der Easy-Registrierten. Im April wurden fast 61.000 Asylanträge gestellt, aber weniger als 16.000 Asylsuchende registriert. Im Mai gab es 55.000 Anträge und etwas mehr als 16.000 Easy-Registrierungen. Unter diesen Personen sind auch viele schon länger aufhältige irreguläre Zuwanderer.
Erwartete Ergebnisse
Die Ergebnisse deuten auf die Erreichung des Ziels. Unsere Arbeit hat analytischen Charakter und ist nur Argumentation auf das ausgedehnte Thema. Das wichtigste Ergebnis soll den effektivsten Weg zur Lösung von Problemen der Migration anbieten.
Einwanderung
Menschen, die einzeln oder in Gruppen ihre bisherigen Wohnorte verlassen, um sich an anderen Orten dauerhaft oder zumindest für längere Zeit niederzulassen, werden als Migranten bezeichnet. Pendler, Touristen und andere Kurzzeitaufenthalte fallen nicht unter die Definition von Migration, saisonale Arbeitsmigration wird manchmal mit einbezogen.
Überschreiten Menschen im Zuge ihrer Migration Ländergrenzen, werden sie aus der Perspektive des Landes, das sie betreten, Einwanderer oder Immigranten (von lat.: migrare, wandern) genannt. (Aus der Perspektive des Landes, das sie verlassen, heißen sie Auswanderer oder Emigranten.) Die Soziologie bezeichnet Immigration in der Regel als Zuwanderung (sowie Emigration entsprechend Abwanderung).
Migration
Substantiv, feminin –
1a. Wanderung oder Bewegung bestimmter Gruppen …
1b. Abwanderung in ein anderes Land. (Duden, 2014)
Als Migration wird eine auf Dauer angelegte räumliche Veränderung des Lebensmittelpunktes einer oder mehrerer Personen verstanden. Migration, die über Landesgrenzen hinweg erfolgt wird als internationale Migration bezeichnet.
Typische individuelle Entscheidungsgründe zur Migration sind:
Die physische Existenz des Menschen ist nicht mehr gesichert (Kriegsflüchtling, Fluchtmigration wegen ethnischen Säuberungen, politische Verfolgung etc.).
Lebensvorstellungen können unter dem herrschenden politisch-ideologischen System nicht verwirklicht werden (z. B. Diskriminierung wegen Geschlecht, Religion etc.).
Die institutionelle Struktur der Herkunftsgesellschaft kann die materiellen Wünsche und Erwartungen nicht erfüllen (Armutsmigration, Arbeitsmigration).
Im Push-Pull-Modell der Migration stehen den abstoßenden (Push-) Faktoren in den Herkunftsländern anziehende (Pull-) Faktoren in den Einwanderungsländern gegenüber.
Der Vergleich der Begriffe
Aus den obigen Begriffe sehen wir, dass der Begriff der Migration ein weiter gehender Konzept ist und ein breiteres Publikum und das Territorium erfasst.
Die Analyse der Daten für 2015
Mehr als zwei Millionen Zuwanderer sind 2015 nach Deutschland gekommen – darunter viele Flüchtlinge, mehrheitlich aber Europäer.
Noch nie sind so viele Menschen nach Deutschland gekommen wie im vergangenen Jahr. 2015 gab es einen Wanderungsüberschuss, Einwanderung minus Auswanderung, von 1,139 Millionen Menschen, teilte das Statistische Bundesamt mit. Darunter sind viele Flüchtlinge, aber auch Arbeitsmigranten aus dem EU-Ausland.
Insgesamt wanderten im vergangenen Jahr 2,137 Millionen Menschen nach Deutschland ein. Dies entspricht einem Zuwachs um 672.000 oder 46 Prozent im Vergleich zum Jahr 2014. Die Zahl der Auswanderer stieg auch auf einen Rekord: Aus Deutschland weg zogen demnach 998.000 Menschen, 83.000 oder neun Prozent mehr als im Jahr davor. Daraus errechnet sich der Überschuss aus knapp 1,14 Millionen. Knapp drei Viertel der Zuwanderung von Ausländern entfiel auf die fünf Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen und Hessen.
Die Analyse der Daten für 2016
Der große Andrang lässt nach: Die Zahl der neuankommenden Asylsuchenden sank in diesem Jahr deutlich. Die Anzahl der Asylanträge nahm ebenfalls ab. Nur in einem Bereich gab es eine deutliche Zunahme.
Die Flüchtlingspolitik ist auch Ende 2016 bei den Bundesbürgern Umfragen zufolge beherrschendes politisches Thema, selbst wenn in diesem Jahr viel weniger Menschen nach Deutschland kamen als 2015 mit 890.000 Migranten.
Nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt hat die Diskussion über eine stärkere Begrenzung, Steuerung und Kontrolle der Einwanderung erneut an Fahrt gewonnen. Denn der als Gefährder eingestufte mutmaßliche Täter war ein abgelehnter Asylbewerber, besaß eine Duldung und trickste sich offenbar durch das deutsche Asylsystem. Ein Überblick über Zahlen und Fakten zur Flüchtlingssituation in Deutschland:
Wieviele Flüchtlinge kamen bislang 2016 ins Land?
Im sogenannten Easy-System, das auf Registrierungen durch die Bundesländer beruht, wurden in den ersten elf Monaten knapp 305.000 neue Asylsuchende in Deutschland erfasst. Die von der CSU geforderte Obergrenze von 200.000 Flüchtlingen pro Jahr wäre damit überschritten. Allerdings gilt die Easy-Zahl aufgrund von Fehl- und Mehrfacherfassungen als zu hoch, die tatsächliche Zahl der Neuankömmlinge wird nach Angaben der Bundespolizei auf unter 200.000 geschätzt. Hauptherkunftsländer waren Syrien (86.200 Personen), Afghanistan (47.000), Irak, Iran und Eritrea.
Wie viele neue Asylanträge wurden gestellt?
Insgesamt wurden beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) bis Ende November 723.000 Asylanträge gestellt. Zum großen Teil handelte es sich dabei um 2015 eingereiste Personen. 615.500 Anträge wurden entschieden. Die Zahl der Asylanträge nimmt aber ab. Im November wurden 26.438 Anträge gestellt, was einem Rückgang um gut 54 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht. Da inzwischen pro Monat mehr Anträge bearbeitet als eingereicht werden, wird der Berg unerledigter Fälle kleiner: Ende November lag die Zahl aber immer noch bei rund 491.000.
Wie viele wurden vorher in einem anderen EU-Land registriert?
Von Januar bis November wurden 226.000 Asylerstanträge gestellt, bei denen ein Treffer in der sogenannten Eurodac-Datenbank erzielt wurde: Bei 84.850 Personen wurde ein Asylantrag bereits in einem anderen EU-Mitgliedstaat gestellt, bei 141.150 Personen zumindest die illegale Einreise in einen anderen EU-Staat festgestellt.
Wie viele Personen wurden in diesem Jahr abgeschoben?
23.750 Personen wurde bis Ende November abgeschoben. Das sind mehr als im gesamten Jahr 2015 mit 20.888 Abschiebungen und mehr als doppelt so viele wie 2014 (10.884). Die meisten Personen wurden aus Nordrhein-Westfalen in ihr Heimatland zurückgebracht (4662), gefolgt von Baden-Württemberg (3399), Bayern (3084) und in größerem Abstand Berlin (1963).
Quelle: die Welt, 2016
Die Bundespolizei stellte im April nämlich wesentlich weniger – rund 5400 – Eingereiste fest. Im Mai sank die Zahl weiter auf etwa 4500, wie die Bundespolizei der „Welt“ mitteilte. Verglichen mit der Hochphase der Flüchtlingskrise, als an manchen Tagen jeweils zehntausend einreisten, ist das verschwindend wenig. Insgesamt hat die Bnndespolizei freilich Jahresbeginn bereits knapp 118.000 illegale Einreisen festgestellt. Man kann aber mit Blick auf die Tageszahlen von einer Normalisierung der Situation sprechen – etwa auf dem Level von 2012.
Insgesamt leben laut Statistischem Bundesamt 9,1 Millionen Ausländer und 9,2 Millionen Deutsche mit ausländischen Wurzeln im Land; Letztere haben zumindest die Staatsangehörigkeit der Bundesrepublik. Bei den unter Fünfjährigen stellen Migranten inzwischen etwa ein Drittel der Bevölkerung; diese Kinder haben meist einen deutschen Pass.
Wie und wo wird an den Grenzen kontrolliert?
Am 13. September 2015 wurden vorübergehende Kontrollen an der deutsch-österreichischen Grenze beschlossen und seitdem mehrfach verlängert, zuletzt im November. Die Kontrollen sind bis Februar befristet. Es gilt aber als wahrscheinlich, dass Deutschland sich in der EU für eine weitere Verlängerung starkmachen wird.
Die Kontrollen finden nach Angaben der Bundespolizei an den 67 Übergängen zu Österreich zeitlich und örtlich flexibel statt, zum Teil sind dabei Beamte in Zivilkleidung im Einsatz. Rund um die Uhr kontrolliert wird an den Autobahnen A93, A8 und A3. Einen Kontrollpunkt gibt es auch an der B304 bei Freilassing, der aber nicht permanent besetzt ist. Für die Kontrolle an der rund 860 Kilometer langen Grenze zu Österreich sind rund 700 Beamte im Einsatz. Seit Mitte Dezember wird die Bundespolizei durch eine Hundertschaft der bayerischen Bereitschaftspolizei unterstützt. Die deutsch-österreichische Grenze gilt weiterhin als Schwerpunkt illegaler Migration nach Deutschland.
An der deutsch-schweizerischen Grenze finden keine Grenzkontrollen statt. Es gibt aber eine Schleierfahndung. Bundespolizei und Schweizer Grenzwachtkorps gehen zudem auf schweizerischem Gebiet gemeinsam auf Streife.
Wohnraum: Genug Platz für alle?
Das größte Problem für die Städte, Kommunen und Helfer ist der nahende Winter. Denn noch immer müssen 42.000 Flüchtlinge in Zelten ausharren. Diese lassen sich kaum effektiv beheizen oder vor Feuchtigkeit schützen. Die dringlichste Aufgabe ist also derzeit, die Menschen in winterfesten Quartieren unterzubringen.
Doch woran scheitert das? Eine bessere Alternative zu Zelten wären Container. Doch diese gehen den Lieferanten inzwischen aus oder sind nur noch zu sehr hohen Preisen zu haben. Hinzu kommen die strengen Vorschriften in Deutschland. Bei Neubauten müssen Anwohner miteinbezogen und der Naturschutz muss beachtet werden. Um leer stehende Gebäude nutzen zu können, hat Hamburg den Weg für die Beschlagnahmung von Gewerbeimmobilien freigemacht.
Langfristig geht es darum, die Flüchtlinge dauerhaft unterzubringen. Die Kommunen haben die Erfahrung gemacht, dass es finanziell deutlich günstiger ist, Flüchtlinge in Privatwohnungen unterzubringen statt in Gemeinschaftsunterkünften. Auch Integration gelinge so besser, heißt es. Die große Zahl an Flüchtlingen stellt die Kommunen allerdings vor Probleme, denn gefragt sind vor allem günstige Wohnungen.
In Großstädten und in Hochschulstädten haben die Mieten in den vergangenen Jahren deutlich angezogen. Zugleich stehen in manchen ländlichen Regionen Wohnungen leer. Von einer flächendeckenden Wohnungsknappheit könne deshalb keine Rede sein, heißt es in einem Bericht des Bundesbauministeriums.
Wissenschaftler plädieren dafür, Flüchtlinge gezielt in Regionen zu lenken, wo Arbeitskräfte fehlen und Wohnraum vorhanden ist. Experten warnen aber auch davor, diese Methode pauschal anzuwenden. So forderten Politiker bereits, Flüchtlinge bevorzugt in Ostdeutschland unterzubringen, weil dort besonders viele Wohnungen leer stehen. Gerade dort sei die Arbeitslosigkeit aber deutlich höher als im Durchschnitt und die Menschen hätten schlechtere Beschäftigungschancen, heißt es in einem Bericht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). "Eine vermehrte Unterbringung der Flüchtlinge würde die dortigen ökonomischen Probleme kurzfristig noch verschärfen", warnen die Experten mit Blick auf Ostdeutschland.
Dort, wo die Mieten hoch sind, könnte die Flüchtlingskrise Anschub für den sozialen Wohnungsbau sein. Der Deutsche Städtetag fordert, Bund und Länder müssten wieder mehr Geld in sozial gebundene Wohnungen mit niedrigen Mieten stecken. Für 2016 seien Förderprogramme mit einem Volumen von mindesten ein bis zwei Milliarden Euro nötig. Das könnte auch Einheimischen zugutekommen. Denn der Städtetag fordert explizit, dass für alle sozial schwachen Gruppen Wohnungen gebaut werden, damit keine Konkurrenz zu Flüchtlingen entsteht.
Arbeitsmarkt: Chance oder Belastung?
Auf den ersten Blick sind derzeit die Voraussetzungen ideal, um Flüchtlinge in den deutschen Arbeitsmarkt zu integrieren. Gerade mal 2,65 Millionen Menschen waren im Oktober ohne Job - das ist der niedrigste Stand seit 24 Jahren.
Dies sei aber noch keine Garantie, dass Flüchtlinge beruflich in Deutschland schnell Fuß fassen können, warnte der Ökonom Clemens Fuest im "Handelsblatt". Er verweist darauf, dass ein Großteil der Flüchtlinge ohne abgeschlossene Berufsausbildung in Deutschland ankomme. Zwar sei rund die Hälfte der Migranten jünger als 25 Jahre und könne hier ausgebildet werden, doch zur Finanzierung des Staatshaushalts könnten sie vorerst wenig beitragen. Fuests Schlussfolgerung: Die Aufnahme von Flüchtlingen sei zwar moralisch richtig, wirtschaftliche Vorteile würden sich aber kaum ergeben.
Andere Experten widersprechen hier deutlich. Der Chef des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Joachim Möller, sagte SPIEGEL ONLINE, das Potenzial der Flüchtlinge für die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt sei größer als das, was der Bildungsgrad dieser Menschen aussage. Die große Chance stecke darin, dass die Mehrheit der Flüchtlinge so jung sei. "Das heißt, wir können noch richtig viel bewegen", sagte Möller.
Der Forscher macht aber auch klar: Zunächst dürfte die Arbeitslosigkeit steigen. Laut IAB um durchschnittlich 70.000 Menschen im kommenden Jahr.
Und was ist mit der Befürchtung, Flüchtlinge würden den Deutschen die Jobs wegnehmen? Sogar Skeptiker Fuest schreibt, diese Sorge sei unbegründet. "Zwar kann es dazu kommen, dass niedrig qualifizierte heimische Arbeitnehmer geringere Löhne oder schlechtere Jobchancen in Kauf nehmen müssen. Diese Effekte sind aber eher klein und vorübergehender Natur", so Fuest.
In einem Punkt sind sich die Forscher einig: Angesichts der demografischen Entwicklung braucht Deutschland dringend Zuwanderer - und die müssen möglichst gut ausgebildet werden.
Wachstum: Die neuen Konsumenten
In den vergangenen Monaten haben sich die deutschen Verbraucher optimistisch gezeigt und durch ihren hohen Konsum dazu beigetragen, dass die Bundesrepublik ein ordentliches Wachstum vorweisen konnte. Zuletzt aber nahm laut dem Marktforschungsunternehmen GfK die Sorge zu, die vielen Flüchtlinge könnten die Arbeitslosigkeit hierzulande steigern. Die Konjunkturerwartungen der Bürger gingen zurück.
Dabei dürften die Flüchtlinge eher einen positiven Effekt auf die Konjunktur in Deutschland haben. Grund sind die Ausgaben für die Versorgung und Unterbringung. Ökonom Fuest misst diesem Effekt zwar nicht allzu viel Bedeutung zu: Wenn in anderen Bereichen gekürzt werde oder der Staat Schulden machen müsse, nütze die gesteigerte Nachfrage durch die Flüchtlingskrise wenig.
DIW-Chef Marcel Fratzscher dagegen verweist auf die langfristigen Vorteile durch die aktuelle Zuwanderung. "Es ist zu erwarten, dass in fünf bis zehn Jahren die Flüchtlinge auch netto einen größeren Beitrag zur Wirtschaftsleistung in Deutschland beitragen werden, als sie an Leistungen erhalten", schreibt er im "Handelsblatt". Diese Erwartung spiegelt sich auch in den DIW-Berechnungen wider, die von eher positiven Annahmen ausgehen.
Auch der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, David Folkerts-Landau, plädiert dafür, Zuwanderer aktiv in den Arbeitsmarkt zu integrieren, um auch künftig Wachstum zu garantieren. "Wenn sich nichts ändert, erwartet uns eine Zukunft mit weniger Arbeitskräften und mickrigeren Wachstumsraten", warnte er. Ohne Zuwanderer würde die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland innerhalb der kommenden zehn Jahre um 4,5 Millionen sinken, rechnete der Ökonom vor. "Das Wirtschaftswachstum würde von derzeit im Schnitt 1,5 auf rund 0,5 Prozent sinken."
LITERATUR
Zeitung “Die Welt”, veröffentlicht am 08.06.2016
Zeitung “die Welt”, veröffentlicht am 28.12.2016
ZEIT ONLINE, veröffentlicht am 14.07.2016
ZEIT ONLINE, veröffentlicht am 19.02.2015
http://www.duden.de/suchen/dudenonline/migration
https://de.wikipedia.org/wiki/Migration_(Mensch)
https://de.wikipedia.org/wiki/Einwanderung
SPIEGEL ONLINE, veröffentlicht am 03.11.2015
Адрес публикации: https://www.prodlenka.org/metodicheskie-razrabotki/255165-nauchnaja-rabota-po-probleme-migracii-v-germa
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