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05.05.2014

Презентация на тему «Komponisten»

Презентация по немецкому языку на тему «Komponisten» знакомит с биографиями и творчеством великих композиторов Германии, Австрии и других стран. Материал включает страноведческую информацию, ключевые музыкальные термины и исторические факты. Идеально подходит для уроков в школе, подготовки докладов или самостоятельного изучения. Содержит структурированные слайды с иллюстрациями, что способствует эффективному запоминанию лексики и развитию навыков монологической речи на немецком.

Содержимое разработки

МИНИСТЕРСТВО ОБРАЗОВАНИЯ Нижегородской области

Государственное бюджетное образовательное учреждение

среднего профессионального образования

"Лукояновский педагогический колледж им. А.М.Горького"

(ГБОУ СПО ЛПК)

ДИДАКТИЧЕСКИЙ МАТЕРИАЛ

по теме «Музыка, композиторы»

по учебной дисциплине ОГСЭ 04. Иностранный язык

( для студентов специальностей 050141 Физическая культура

050146 Преподавание в начальных классах)

Составитель:Тимофеева Т.В.,

преподаватель немецкого языка

г. Лукоянов 2013 год

Пояснительная записка

Данная подборка тематических текстов предназначена для студентов 2 курса специальностей «Физическая культура», «Преподавание в начальных классах».

Данная подборка текстов может использоваться на уроке немецкого языка при изучении данной темы и также для организации самостоятельной внеаудиторной работы студентов.

Материалы данного пособия знакомят студентов с немецкими композиторами разных эпох и их творчеством, с музыкальными произведениями и способствует развитие всех навыков речевой деятельности студентов: аудирования, говорения, письма, чтения.

Содержание

Пояснительная записка………………………………………………………………3 JohannSebastianBach…………………………………………………………………4

Ludwig van Beethoven……………………………………………………………….7

JohannesBrahms…………………………………………………………………… 8

ChristophWillibaldGlück…………………………………………………………… 9

FranzLiszt ………………………………………………………………………… 10

FelixMendelssohnBartholdy……………………………………………………… 11

GeorgFriedrichHändel………………………………………………………………13

Richard Wagner………………………………………………………………………14

Robert Schumann…………………………………………………………………… 20

Списокисточников……………………………………………………………… . 22

Johann Sebastian Bach

"Ein musikalischer Dichter zur Ehre Gottes"

Johann Sebastian Bach im Jahre 1746, mit Rätselkanon

(Bild: Wikimedia Commons)

"Nicht Bach, sondern Meer sollte er heißen, wegen seines unendlichen, unerschöpflichen Reichtums an Tonkombinationen und Harmonien." - So sagte Beethoven, der selber ein großer Komponist war, von Bach.

Johann Sebastian Bach wurde 1685 in der Stadt Eisenach in Thüringen geboren. Er hatte eine harte Jugend und lebte immer in bescheidenen Verhältnissen. Aber er war von einem ungeheuren Fleiß und wollte immer dazulernen. Als er mit zehn Jahren Waise wurde, nahm ihn ein älterer Bruder, der Organist war, zu sich. Hier schrieb er sich einmal heimlich nachts bei trübem Kerzenschein Noten ab, bis sein Bruder es merkte und ihm die Noten wegnahm.

Virtuoser Organist

Johann Sebastian Bach im Jahre 1746, mit Rätselkanon (Bild: Wikimedia Commons)

Mit 18 Jahren war Bach bereits Organist in Arnstadt. Von hier aus machte er zu Fuß eine Reise zu dem 350 km entfernten Lübeck, um dort den berühmten Organisten Buxtehude zu hören.

1708 trat Bach als Hoforganist in den Dienst des Herzogs von Sachsen-Weimar. Hier komponierte er einen großen Teil seiner Orgelwerke (Präludien und Fugen). Denn er war bereits jetzt ein berühmter Orgelspieler. Ein Zeitgenosse sagte von ihm: "Seine Füße flogen über die Orgelpedale, als ob sie Flügel hätten, und wie ein Donner brausten die Klänge durch die Kirche."

In diesen Jahren wollte sich der bekannte französische Orgel- und Cembalospieler Marchand einmal in Dresden mit Bach vor einer großen Zuhörerschaft im Cembalospiel messen. Aber als Bach zur vereinbarten Stunde erschien, war Marchand kurz vorher heimlich abgereist. Er wußte, daß Bach ihn besiegen würde.

Konzertmusik in Köthen

Im Jahr 1717 ging Bach nach Köthen bei Magdeburg. Er wurde dort Leiter des fürstlichen Hoforchesters. Die sechs Jahre hier waren für ihn eine sehr glückliche Zeit, obgleich er in Köthen seine erste Frau durch den Tod verlor. Hier schrieb er für den fürstlichen Hof viele Suiten, Sonaten und Konzerte, darunter auch die bekannten sechs "Brandenburgischen Konzerte".

Thomaskantor in Leipzig

Leipzig Thomaskirche (Bild: pixelio.de)

1723 wurde Bach Kantor (Organist) an der Thomaskirche in Leipzig. Er war damit für die Kirchenmusik an den Leipziger Kirchen verantwortlich. Oft komponierte er für jeden Sonntag eine neue Kantate für den Gottesdienst in den Kirchen. In den Kantaten wurden die Gedanken der Predigt musikalisch vorgetragen. Insgesamt schrieb er rund 200 Kirchenkantaten.

Mit den Schülern der Thomasschule mußte Bach für jeden Sonntag seine Kantaten und andere Musikstücke einüben. Er hatte außerdem auch noch den Schülern Lateinunterricht zu erteilen. Weil die Schüler häufig schlecht sangen oder nicht gehorchten, mußte er sich oft über sie ärgern. Deshalb hatte Bach mit dem Rat der Stadt Leipzig harte Auseinandersetzungen wegen der Thomasschüler und wegen anderer Dinge. Erst nach langen Kämpfen konnte er seine Forderungen wenigstens zum größten Teil durchsetzen.

Matthäuspassion

Bach war ein gläubiger Christ. Er sagte: "Mit aller Musik soll Gott geehrt werden und sollen die Menschen erfreut werden. Wenn man Gott mit seiner Musik nicht ehrt, ist die Musik nur ein teuflischer Lärm und Krach." Oft schrieb er über seine Kompositionen "J. i.", die Abkürzung für lateinisch "Jesu iuvall" = "Jesus, hilf". Und die meisten seiner Werke kennzeichnete Bach mit den Buchstaben: s.d.g. = soli deo gloria = "Gott allein die Ehre!" Der große Meister wußte, daß er nur mit der Hilfe von Jesus und Gott gute Musik machen konnte.

Bachs größtes Werk ist neben der h-moll-Messe seine Matthäuspassion. In ihr hat er die Passions- oder Leidensgeschichte Jesu nach dem Matthäusevangelium in der Bibel in herrlicher Musik vertont. Nicht wenige Menschen sind durch das Hören der Matthäuspassion zum Glauben an Jesus und Gott gekommen. Deshalb nennt man Bach auch "den fünften Evangelisten" neben den vier Evangelisten in der Bibel.

Lebensende

Bachkirche Arnstadt (Bild: Wikimedia Commons - Michael Sander)

Drei Jahre vor Bachs Tod lud der kunst- und musikliebende Preußenkönig Friedrich der Große ihn zu einem Besuch nach Potsdam ein. Bach widmete dem König daraufhin das "Musikalische Opfer". Dieses Werk und Bachs letztes unvollendetes Werk "Die Kunst der Fuge" sind größte polyphone (mehrstimmige) Meisterwerke. Sie sind deshalb auch nicht leicht zu verstehen.

Von seinen beiden Frauen hatte Bach zusammen zwanzig Kinder, von denen jedoch nur sechs Söhne und vier Töchter groß wurden. Vier von seinen Söhnen wurden selber berühmte Komponisten.

Kurz vor seinem Tod im Jahr 1750 erblindete Bach. Als allerletztes Werk diktierte er seinem Schwiegersohn eine Komposition über das Kirchenlied "Vor deinen Thron tret ich hiermit, Gott Vater, und demütig bitt, wend von mir armen Sünder nicht dein gnadenvolles Angesicht." Er wußte, daß er jetzt durch seinen Tod zu Gott gehen würde, in das ewige Leben bei Gott.

Johann Sebastian Bach war bald nach seinem Tod vergessen. Die Menschen wollten eine einfachere und leichtere Musik hören, als Bach sie schrieb. Erst hundert Jahre später fing man an, seine Größe zu entdecken. Und heute wird seine Musik in der ganzen Welt gespielt. Für viele Menschen ist Bach der größte aller Komponisten.

Hans Misdorf

Johann Sebastian Bach

Johann Sebastian Bach kommt zur Welt am 21. März 1685. Sein Vater war Stadtmusikus. Der kleine Johann besuchte die Lateinschule seiner Heimatstadt Eisenach. Er sang im Schulchor. Im Schulchor fällt die hervorragende Stimme des kleinen Musikersohnes auf. Innerhalb eines Jahres verliert der Neunjährige zuerst die Mutter und dann den Vater. Mit seinem Bruder Johann Jakob übersiedelte er nach Ohrdruf, wo sein älterer Bruder Johann Christoph die Organistenstelle innehatte. Johann Christoph lehrte Johann Sebastian Klavier spielen.

Als Johann 15. Jahre alt war, bekam er einen Freiplatz an der Michaelisschule. Er sang im Mettenchor und verdiente sich Geld als Diskantist. Nach der Mutation beschäftigte er sich mit Geige, Orgel, Cembalo. Sogar leitete er eine Zeitlang den Schulchor. Mit 17 Jahren musste Bach die Michaelisschule verlassen. Johann bekam die Möglichkeit an der Universität zu studieren. Aber für Bach gab es wenig Alternativen. Johann Bach war ein Waisenkind. Woher sollte er Geld für das Studium nehmen?

Er findet eine Stelle als Cembalist und Geiger bei Herzog Wilhelm Ernst von Sachsen Weimar. Freundschaftliche Kontakte verbinden ihn mit seinem Vetter Johann Gottfried Walther, dem Stadtorganisten, und Georg Philipp Telemann, der Konzertmeister in Eisenach ist. In Weimar entstehen hauptsächtlich Kantaten und Orgelwerke. In dieser Zeit beschäftigt sich Bach auch intensiv mit den Werken deutscher, französischer und italienischer Komponisten (Corelli, Vivaldi, Albinoni, Froberger etc.). Seit 1714 nimmt der zum Hofkonzertmeister aufgerückte Bach die Berufung nach Köthen an. Am calvinistischen Hof in Köthen erlebt Bach eine glückliche Zeit, die freilich durch den Tod Maria Barbaras im Juli 1720 getrübt wird. Am 3. Dezember 1721 heiratet der Witwer die Sängerin Anna Magdalena Wilcke. In der Köthener Zeit entsteht wieder Orgelmusik, vor allem die Orchesterwerke. Hier werden Sonaten, Suiten, auch die sechs „Brandenburgischen Konzerte“ komponiert.

1723 nimmt Bach die Berufung an die Thomaskirche in Leipzig an. In die Leipziger Zeit fallen fast alle Hauptwerke Bachs. 1723 wird die Johannespassion uraufgeführt, der Großteil der Kantaten wird geschrieben: die Markuspassion, die Matthäuspasion, das „Musikalische Opfer“, die „Kunst der Fuge“. Der Streit mit dem Leipziger Konsistorium und dem Magistrat der Stadt begleitet die Jahre in Leipzig. Die Arbeitsbedingungen sind schlecht. Anerkennung muss sich der Thomaskantor woanders suchen.

Von 1723 - 1750 war Johann Sebastian Bach Thomaskantor. Der eigentliche Dienst der Thomaner gilt der Pflege der musica sacra — der Kirchenmusik. Die täglichen Proben finden wöchentlich ihren Höhenpunkt, wenn in der Thomaskirche die „Motette“ und die Bachkantate erklingen. Für das gesamte Chorleben erweist sich die gemeinsame musikalische Arbeit mit dem Thomaskantor als bindende Klammer. Zum Repertoire des Chores gehören neben den Werken Johann Sebastian Bachs in erster Linie die Motetten und Chöre geistlichen Inhalts, aber auch Madrigale, Volkslieder und Volksliederbearbeitungen.

Die Mitglieder des Chores, die Thomaner, leben gemeinsam in ihrem Alumnat und lernen in der Thomasschule zu Leipzig. Ein Thomaner der 12. Klasse ist Stubenältester und trägt damit die Verantwortung für seine Stubenmitbewohner. Die Begeisterung des Publikums in aller Welt schließlich und die wachsende Schar der Besucher der Motetten und Gottesdienste in der Thomaskirche bringen allen den Lohn der oft harten Arbeit.

Nach seiner Rückkehr nach Leipzig arbeitet Bach das Thema, das ihm der „Alte Fritz“ zur Improvisation gestellt hatte, zum „Musikalischen Opfer” aus. Während der Arbeit an der Kunst der Fuge erleidet Johann Sebastian Bach im Mai 1749 einen Schlaganfall. Seine Sehkraft wird stark beeinträchtigt. Der englische Augenarzt John Taylor operiert Bach zweimal. Aber Bach wurde blind. Im Juli 1750 diktiert der alte Mann seinem Schwiegersohn Johann Christoph Altnikol den Chopal „Vor deinen Thron tret ich hiermit“. Johann Sebastian Bach stirbt am 28. Juli 1750.

LUDWIG VAN BEETHOVEN

Vater Johann: 1740 - 92

Mutter Maria Magdalena: gestorben 1787

Geschwister: Caspar Anton Carl, Nikolaus Johann, und Margaretha

Ludwig van Beethoven wurde am 15. oder 16.12.1770 in Bonn, Bonnstraße geboren und am 17.12. getauft. Seine Familie stammt aus Marline in Belgien. Beethovens Vater und Großvater waren Musiker am Hof des Kurfürsten von Köln. Die Familie zog 1774 nach Köln. Bethovens Großvater, der ebenfalls Ludwig hieß, wurde Kapellmeister am kurfürstlichem Hof.

Beethoven erhielt seinen ersten Unterricht im Klavier- und Geigenspielen und vielleicht sogar im Bratschenspiel vom Vater. Als er sieben Jahre alt war, veranstaltete Johann am 26.März 1778 ein öffentliches Konzert in Bonn. Johann erkannte, daß er sich nach anderen Lehrern für ihn umschauen mußte. Bei seinen Kollegen am Hof suchte Johann Hilfe, bes. beim Organisten Christian Gottlob Neefe (1748 - 98). Neefes Einfluß auf die Entwicklung Beethovens war sehr wichtig, und durch ihm erlangte er sein musikalisches Grundwissen. Beethoven wollte gerne nach Wien. So machte er sich 1787 nach Wien auf.Dort war er Schüler Mozarts. Beethoven mußte jedoch wieder zurückkehren, als er hörte, daß seine Mutter im Sterben lag. 1790 traf er Hadyn, der auf der Durchreise nach England war. Hadyn kehrte 1792 wieder zurück und Beethoven beschloß, mit ihm nach Wien zu gehen und bei ihm zu studieren. Graf Ferdinand von Waldstein unterstützte ihn. Im November 1792 kam Beethoven zum zweiten Mal in Wien an. Frankreich hatte Österreich und Preußen den Krieg erklärt. Mozart war ein Jahr zuvor gestorben und einige Monate später auch sein Vater. Sein Tod brachte Beethoven in Geldschwierigkeiten. Hadyn, der ihm Unterricht erteilte, versuchte zu helfen. Aber da er wieder nach London reisen wollte, konnte er Beethoven keinen weiteren Unterricht mehr geben. Beethoven beschloß jetzt, in Wien zu bleiben. Beethoven ließ erste Kompositionen veröffentlichen und die adlige Welt wurde auf ihn aufmerksam und er gewann hohes Ansehen.

Beethoven reiste oft in die ländliche Umgebung von Wien. Er machte auch größere Reisen, vor allem in den ersten Jahren in Wien. Anfang 1796 unternahm er mit dem Fürsten Lichnowsky eine Reise nach Prag. Nach der Rückkehr fuhr Beethoven nach Leipzig, Dresden und Berlin, wo er dem König von Preußen vorspielte. Im Sommer 1811 reiste Beethoven nach Bad Teplitz, 1812 traf er da Goethe.

Wien fiel Napoleon 1805 und 1809 in die Hände. Im Mai 1809 starb Hadyn. Jetzt war Beethoven der musikalische König von Wien. 1815 starb sein Bruder Caspar Anton Carl. Ein schweres Gehörleiden seit 1796 und völlige Taubheit machten ihn zum Sonderling. Er konnte seine Stücke nicht mehr dirigieren und auch nicht mehr spielen.

Im Herbst 1826 hielt sich Beethoven bei seinem Bruder in Gneixendorf auf. Die Wiener waren stolz auf ihn. Aber sie merkten bis zuletzt nicht, daß Beethoven todkrank war und Hilfe brauchte.

Am 12. März 1827 starb Beethoven. 20.000 Menschen sollen sich auf dem Platz vor seinem Haus gedrängt haben.

Seine berühmtesten Kompositionen lauten:

1791 "Das Ritterballett"

1797 das österreichische "Kriegslied"

1799 die 1. Symphonie

1800 das Klavierkonzert "Die Geschöpfe des Prometheus"

1802 die 2. Symphonie

1803 das Oratorium "Der Ölberg"

1804 "Eroica" und die einzige Oper "Fidelio"

1807 die 4. Symphonie

1808 die 5. und 6. Symphonie

1812 die 7. und 8. Symphonie

1819 die "Hammerklaviersonate"

1822 die Ouvertüre "Die Weihe des Hauses"

1823die9.Symphonie

).

Johannes Brahms

* 1833, † 1897, dt. Komponist; Spätromantiker, jedoch ohne theatralische Elemente; ein lyrischer Grundton wird zu strenger Form gebändigt, ernste und leidenschaftliche Melodik, aber auch volkstümliche Elemente kennzeichneten seinen Stil.

Werke: 4 Sinfonien, 1 Violinkonzert, 2 Klavierkonzerte, Kammermusik, Lieder, Chorwerke (»Ein Dt. Requiem«).

2.Christoph Willibald Glück

(1714 - 1787)

ist hauptsächlich wegen seiner großen Opernreform bekannt und wurde am 2. Juli 1714 in Erasbach geboren und starb am 15. November 1787 in Wien.

Er studierte an der Prager Universität und war zugleich als Sänger und Cellist tätig. Ab 1737 war er in Mailand wo er 4 Jahre Komposition bei Sammartini studierte. 1741 wurde seine erste Oper 'Artaxerxes' aufgeführt und es folgten 5 weitere Opern für Mailand, Venedig und Turin. 1745 ging er nach London wo er Händel begegnete. Dann ging Gluck mit einer Operntruppe auf Tournee durch ganz Europa, wo er seine eigene und die Musik anderer Komponisten aufführte. 1750 ließ er sich in Wien nieder, wo er bis 1764 Kapellmeister an der Hofoper war.

Glucks Opernreform ging dahin, die Selbstherrlichkeit den Sängern zu nehmen. An Stelle des Bravourgesanges, den 3teiligen Arien und Rezitativen, die die dramatische Handlung erstarren ließen und ohne wirklichen Bezug zur Handlung waren, traten Arien, die durch wiederkehrende Begleitmotive die Teile des Werkes zu einer Einheit führten. Sein Einfluss auf die Geschichte des Musiktheaters ist von enormer Bedeutung.

3.Franz Liszt

wurde am 22. Oktober 1811 in Raiding (Burgenland) geboren und starb am 31. Juli 1886 in Bayreuth.

Bereits im Alter von neun Jahren gab er seine ersten Konzerte und bekam von ungarischen Adeligen ein Stipendium für seine Ausbildung in Wien, welche er von C. Czernys (Klavier) und A. Salieri (Komposition) erhielt. 1823 siedelte er nach Paris, wo er seine Studien fortsetzte. Sein Ruhm als virtuoser Pianist wuchs unaufhaltsam und er kam mit vielen berühmten Persönlichkeiten zusammen, u.a. mit Fr. Chopin, N. Paganini, H. Berlioz und R. Wagner. 1847 ging Liszt nach Weimar wo er sich als Hofkapellmeister Verdienste um die Förderung zeitgenössischer Musik erwarb (Opernaufführungen von Berlioz, Verdi, Donizetti und Wagner).

1861 ging er nach Rom wo er 1865 die Weihen eines Abbé empfing. Während seiner letzten Lebensjahre war Liszt in Rom, Budapest und Weimar tätig..

Hauptwerke:

'Berg-Symphonie', 'Faust-Symphonie', 14 symphonische Dichtungen, 2 Klavierkonzerte, Eine ungarische Krönungsmesse, Requiem, Oratorien, 60 Lieder....

FELIX MENDELSSOHN BARTHOLDY

(1809 - 1847)1809

"Er ist der Mozart des 19. Jh., der hellste Musiker, der die Widersprüche der Zeit am klarsten durchschaut und zuerst versöhnt." Robert Schumann

Am 3. Februar in Hamburg geboren (seine Mutter ist Lea, geb. Salomon, sein Vater ist Abraham, Sohn des jüdischen Philosophen Moses Mendelssohn)

1811

Fluchtartige Übersiedlung der Familie nach Berlin

1816

Am 21. März christliche Taufe aller vier Kinder (Fanny ist zehn, Felix sieben, Rebecka bald fünf und Paul drei Jahre alt)

1816

Klavierunterricht gemeinsam mit Fanny bei Ludwig Berger, Violinunterricht bei Wilhelm Henning

1818

Erster öffentlicher Auftritt als Pianist

1819

Musiktheorieunterricht gemeinsam mit Fanny bei Carl Friedrich Zelter

1820

Beginn des ersten Kompositionsalbums; Zeichenunterricht bei Johann Gottlob Samuel Rösel; Am 1. Oktober gemeinsam mit Fanny Eintritt in die Berliner Singakademie

1821

Im November erster Besuch mit Zelter bei Goethe in Weimar, zuvor erster kurzer Aufenthalt in Leipzig

1822

Beginn der Sonntagsmusiken im Elternhaus

1825

Gemeinsam mit dem Vater berufsentscheidende Reise nach Paris zu Cherubini

1827

Immatrikulation an der Berliner Universität, unter anderem Vorlesungen über Ästhetik bei Hegel

1829

Am 11. März erste Wiederaufführung von Bachs Matthäuspassion in der Berliner Singakademie unter Mendelssohns Leitung;

Am 10. April Beginn einer achtmonatigen Bildungsreise nach England und Schottland;

Konzerte in England

1830

Am 13. Mai Antritt der "großen" Reise nach Italien (Reiseroute: Leipzig, Weimar - letzte Begegnung mit Goethe - , München, Wien, Venedig, Florenz, Rom, Pompeji, Neapel)

1831

Beginn der Rückreise über Rom, die Schweiz, München, Frankfurt am Main, Düsseldorf, Lüttich, Paris, London

1832

Im Juni Rückkehr nach Berlin

1833

Ablehnung der Bewerbung um Zelters Nachfolge als Leiter der Berliner Singakademie; Leitung des Niederrheinischen Musikfestes in Düsseldorf; Ab 1. Oktober Engagement als Städtischer Musikdirektor in Düsseldorf

1835Am 4. Oktober Antrittskonzert des 26jährigen Felix Mendelssohn Bartholdy im Gewandhaus (unter anderem mit der Ouvertüre »Meeresstille und glückliche Fahrt« und Beethovens 4. Sinfonie);

Am 9. November erstmals Bachs Konzert für drei Klaviere und Orchester d-Moll im Gewandhaus (Klavier: Clara Wieck, Louis Rakemann und Felix Mendelssohn Bartholdy)

Am 19. November Tod des Vaters in Berlin

1836Leitung des Niederrheinischen Musikfestes in Düsseldorf, am 22. Mai Uraufführung des Oratoriums »Paulus«

Ehrendoktorwürde der Philosophischen Fakultät der Universität Leipzig;

Oratorium »Paulus« abgeschlossen;

Am 7. November Leipziger Erstaufführung von Händels

Oratorium »Israel in Ägypten« in der Paulinerkirche (Dirigent: Mendelssohn)

1837

Heirat mit Cécile Jeanrenaud, Tochter eines hugenottischen Geistlichen, in Frankfurt am Main; Leitung von Konzerten beim Musikfest in Birmingham

1838Am 1. Januar Uraufführung des 42. Psalms »Wie der Hirsch schreit«;

Geburt des ersten Sohnes Carl;

Am 15. Februar erstes von vier sogenannten »Historischen Konzerten« im Gewandhaus (alle vier unter Mendelssohns Leitung)

1839

Am 21. März Uraufführung von Schuberts Großer Sinfonie C-Dur im Gewandhaus (Dirigent: Mendelssohn);

Geburt der Tochter Marie

1840Zur 400-Jahr-Feier der Erfindung der Buchdruckerkunst Uraufführung der 2. Sinfonie »Lobgesang« in der Thomaskirche; Engagement Mendelssohns für die Besserstellung seiner Musiker; Anerkennung des Gewandhausorchesters als Stadtorchester;

Am 6. August Orgelkonzert Mendelssohns in der Thomaskirche

zugunsten eines Bach-Denkmals

1841Am 31. März Uraufführung von Schumanns »Frühlingssinfonie« im Gewandhaus (Dirigent: Mendelssohn);

Am 4. April erste Leipziger Wiederaufführung von Bachs Matthäuspassion in der Thomaskirche;

Am 1. Juli Ernennung zum Königlich Sächsischen Kapellmeister;

Im Sommer Übersiedlung nach Berlin als »Hauskomponist« von Friedrich Wilhelm IV., bis zur endgültigen Rückkehr 1845 jedoch immer wieder als Gastdirigent am Gewandhaus;

Am 13. Oktober Ernennung zum Königlich Preußischen Kapellmeister

1842Am 3. März Uraufführung der »Schottischen Sinfonie« im Gewandhaus unter Leitung des Komponisten;

Empfang durch Königin Victoria auf seiner siebten Reise nach England;

Am 12. Dezember Tod der Mutter in Berlin

1843Am 2. April Eröffnung des ersten deutschen Konservatoriums in Leipzig

(1. Studiendirektor: Mendelssohn);

Ehrenbürgerschaft der Stadt Leipzig;

Am 23. April Enthüllung des von Mendelssohn gestifteten Bach-Denkmals;

Geburt des Sohnes Felix

1844

Rücktritt von allen Ämtern in Berlin

1845Am 13. März Uraufführung von Mendelssohns Violinkonzert e-Moll in Leipzig (Dirigent: Niels W. Gade, Solist: Ferdinand David);

Am 13. August Rückkehr nach Leipzig, Einzug der Familie Mendelssohn in die Königstraße 3 (heute: Goldschmidtstraße 12); Geburt der Tochter Elisabeth; Ab Spielzeit 1845/46 Leitung der Gewandhauskonzerte gemeinsam mit Gade

1846Oratorium »Elias« im Juli beendet;

Am 26. August Uraufführung des Oratoriums »Elias« unter Leitung des Komponisten

in Birmingham;

Am 19. Juli letztmalig Mendelssohn als Pianist im Gewandhaus

1847Am 18. März letztes Gewandhauskonzert unter Mendelssohns Leitung

(Am 19. März Rücktritt vom Amt des Gewandhauskapellmeisters);

Am 14. Mai Tod der Schwester Fanny in Berlin;

Am 4. November Tod Mendelssohns in Leipzig;

Am 7. November Trauerfeier in Leipzig

Am 8. November Beerdigung in Berlin, Dreifaltigkeitsfriedhof

Georg Friedrich Händel

geboren 23. Februar 1685 in Halle/Saale

gestorben 14. April 1759 in London

Als Sohn des Arztes Georg Händel besuchte er die städtische Lateinschule in Halle und erhielt Musikunterricht bei dem Organisten Friedrich Wilhelm Zackow. Auf Wunsch seines Vaters sollte er Jura studieren, immatrikulierte sich in Halle, nahm jedoch kurz darauf eine Organistenstelle an. Ein Jahr später ging er nach Hamburg, wo er als Geiger, Cembalist, und dann als Komponist an der deutschen Oper tätig war. 1705 erregte Händel mit seiner ersten Oper "Almira" großes Aufsehen. Von 1707 bis 1710 hielt er sich in Italien auf und lernte dort auch die bedeutendsten italienischen Komponisten, besonders Alessandro und Domenico Scarlatti, A. Corelli sowie Agostino Steffani, kennen.

1710 wurde Händel Hofkapellmeister des Kurfürsten Georg Ludwig in Hannover, der 1714 als George I. den englischen Thron bestieg. Ab 1712 lebte Händel überwiegend in London und war neben seinen Verpflichtungen als Hofkomponist hauptsächlich für die Oper tätig. Das 1719 unter seiner Leitung gegründete Opernunternehmen "Royal Academy of Music" brach 1728 aus wirtschaftlichen Gründen zusammen, ein im selben Jahr von Händel gegründetes Operninstitut scheiterte 1733 ebenfalls. Ein dritter Versuch endete 1738 mit Händels finanziellem Ruin. Nach einer schweren Krankheit wandte er sich ganz der Komposition von Oratorien zu und eröffnete mit "Saul" und "Israel in Egypt" die Reihe seiner insgesamt 22 Chor-Oratorien. Als das gelungenste wurde schon zu seinen Lebzeiten der "Messiah" erkannt, der nach seiner Erstaufführung im Frühjahr 1742 in Dublin 1743 in London mit großem Erfolg aufgeführt wurde. Sein letztes Werk, "Jephta", schuf Händel 1751. Händel erblindete 1752 ohne erkennbare Ursache. Er starb in London und wurde in Westminster Abbey beigesetzt.

Richard Wagner und das Musikdrama

Wir kennen sicher die Musik von Mozart und Beethoven und hören sie wahrscheinlich auch gern. Aber Richard Wagner ist wohl den meisten nur dem Namen nach bekannt.

Das liegt daran, dass Wagner ein wagemutiger, eigenwilliger Neuerer war. Nicht jeder findet Gefallen an seiner Musik. Trotzdem war er ein musikalisches Genie.

Ein freiheitsliebender Wanderer

Cäsar Willich (1825–1886): Porträt Richard Wagner (Bild: Wikimedia Commons)

Wagner wurde 1813 in Leipzig in Sachsen geboren. Schon als Schüler interessierte er sich sehr für Musik, Dichtung und Theater. Er wünschte, wie viele Deutsche damals, mehr Freiheit für das Volk, mehr Demokratie, sowie auch die politische Einigung Deutschlands.

Zunächst führte Wagner als Musiker drei Jahrzehnte lang ein unruhiges Wanderleben (z. B. Königsberg, Riga, Paris, Dresden, Weimar, London, Moskau). Seine Werke mussten sich erst langsam durchsetzen. Eine früh geschlossene Ehe mit einer Schauspielerin verlief unglücklich und blieb kinderlos.

Mitunter musste Wagner vor seinen Gläubigern fliehen, weil er seine Schulden nicht bezahlen konnte. Er liebte teure Möbel, erlesene Stoffe und feine Düfte, durch die er zum Arbeiten angeregt wurde.

Wagner hatte 1849 in Dresden am Aufstand gegen den sächsischen König teilgenommen. Nur durch Zufall entging er seiner Verhaftung. Er musste daraufhin fliehen und über 10 Jahre im Ausland bleiben, bevor er wieder nach Deutschland zurückkehren durfte.

Große Musikdramen

Richard und Cosima Wagner (Bild: Wikimedia Commons)

Allmählich entstanden seine großen Musikdramen "Der fliegende Holländer", "Tannhäuser", "Lohengrin", "Tristan und Isolde", "Die Meistersinger von Nürnberg" und "Der Ring des Nibelungen" mit den Teilen "Das Rheingold", "Die Walküre", "Siegfried" und "Götterdämmerung". Die Stoffe dazu entnahm er meist der Welt der Sage.

Wagner wünschte eine Veränderung der Gesellschaft, Beseitigung alles "Reaktionären[1]", Befreiung des Menschen von allen Fesseln des Staats, der Kirche, des Geldes. Er sympathisierte so auch mit den um ihre Rechte kämpfenden Arbeitern. Sein Ideal war der "neue freie Mensch". Von daher geht es in allen seinen Musikdramen irgendwie um "Erlösung des Menschen" (durch den Menschen).

Die Oper mit ihren Arien und ihrer "schönen" Musik hielt Wagner für oberflächlich. Immer mehr hat er seine Werke deshalb "durchkomponiert", das heißt; er hat sie statt mit Arien und Rezitativen[2] mit einer einzigen durchlaufenden "unendlichen" Melodie versehen. Er verzichtete damit bewusst auf "Schönheit" und Volkstümlichkeit seiner Werke.

Auch die Textbücher für seine Musik schrieb Wagner selbst. Musik und Wort sind für ihn gleichberechtigt. Daher nennt man seine Werke "Musikdramen".

Wagner war überzeugt, dass das Kunstwerk der Zukunft die Vereinigung von Musik, Dichtung und Bild in einem einzigen Werk sein würde. Solch ein "Gesamtkunstwerk" besäße dann nach seiner Meinung sittlichen Tiefgang.

König Ludwig II. von Bayern bewunderte Wagners Musik. 1864 errettete er ihn aus verzweifelter Geldnot und wurde sein Freund. Seitdem unterstützte er Wagner finanziell großzügig. Mit seiner Hilfe konnte Wagner in Bayreuth das Festspielhaus für die Aufführung seiner Werke errichten und sein Wohnhaus "Wahnfried" erwerben.

Endlich hatte sich Wagner durchgesetzt und kam zur Ruhe. Seine Musik wurde von vielen bewundert, aber auch von nicht wenigen, z. B. Nietzsche, scharf kritisiert.

Wagner hatte mehrere Liebesbeziehungen zu Frauen. Nach dem Tod seiner ersten Frau heiratete er die von ihrem Mann geschiedene Cosima von Bülow, eine Tochter von Franz Liszt. Sie wurde ihm eine ideale Ergänzung. Mit ihr hatte er drei Kinder.

Als letztes Werk schrieb Wagner noch den "Parsifal". Er starb 1883 in Venedig.

Wagner war sehr temperamentvoll. Er liebte derbe[3] Späße. Er war ungeheuer produktiv. In der Musik duldete er keinen neben sich. Sein Glaube war der Humanismus.

In seinen Schriften hat er Richtiges und Falsches gesagt, auch Deutsch-Nationales und Antisemitisches. Er war ein Freund der Fürsten und zugleich ein Umstürzler.

Von seiner Musik gingen starke Wirkungen aus. Zu den Wagner-Festspielen, die alljährlich im Sommer in Bayreuth stattfinden, strömen Tausende aus aller Welt.

Hans Misdorf

Richard Wagner

1813

22. Mai: Wilhelm Richard Wagner wird als jüngstes von neun Kindern des Polizeiaktuars [Schriftführer im Polizeipräsidium] und Laienschauspielers Carl Friedrich Wilhelm Wagner und dessen Ehefrau Johanna Rosine (geb. Pätz) in Leipzig geboren.

23. November: Tod des Vaters.

1814

Wagners Mutter heiratet den Schauspieler, Dichter und Maler Ludwig Geyer (1779-1821), der seit langem ein enger Freund der Familie ist und zieht mit ihren Kindern zu ihm nach Dresden. Bis zu seiner Konfirmation 1827 trägt Wagner den Familiennamen seines Stiefvaters.

Häufiger Gast im Salon Geyers ist der Komponist Carl Maria von Weber (1786-1826).

Da neben seinem Stiefvater, der Hofschauspieler in Dresden ist, auch vier seiner Geschwister Schauspieler werden, kommt er früh mit dem Theater in Berührung.

1821

30. September: Tod des Stiefvaters Ludwig Geyer.

1822-1827

Besuch der neuhumanistischen Dresdner Kreuzschule.

Ab 1825

Klavierunterricht und erste Dichtungen.

1828-1830

Schüler des Nikolai-Gymnasiums und der Thomasschule in Leipzig.

1828-1829

Unterricht in Harmonielehre bei dem Leipziger Gewandhausmusiker Christian Gottlieb Müller (1800-1863) und erste Kompositionen.

1830

24. Dezember: Mit der B-Dur-Ouvertüre wird bei einem Armenkonzert im Leipziger Hoftheater erstmals eine Komposition Wagners aufgeführt.

1831

Februar: Trotz fehlendem Schulabschluss gelingt ihm die Immatrikulation als Student der Musik an der Universität Leipzig.

1831-1832

Kompositionsschüler des Thomaskantors Christian Theodor Weinlig (1780-1842).

1832

23. Februar: Die Aufführung der Ouvertüre d-Moll im Leipziger Gewandhaus wird Wagners erster Publikumserfolg.

Über den Schriftsteller und Publizisten Heinrich Laube (1806-1884) kommt er in Kontakt mit den "Jungdeutschen". Das Junge Deutschland ist eine literarische Oppositionsbewegung, die sich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts für Demokratie, Verfassungsstaatlichkeit und Emanzipation einsetzt.

1833

Chordirektor am Würzburger Theater.

Komposition seiner ersten Oper "Die Feen" nach Carlo Gozzis (1720-1806) dramatischem Märchen "La donna serpente" (dt. Die Schlangenfrau). Die Uraufführung des Werks erfolgt erst nach Wagners Tod.

1834

Musikdirektor der Magdeburger Theatergesellschaft und Kappellmeister der reisenden Bethmann'schen Theatertruppe.

1836

29. März: Uraufführung der Oper "Das Liebesverbot" nach Shakespeares "Maß für Maß" in Magdeburg. 24. November: Heirat mit der Schauspielerin Minna Planer in Königsberg.

1837

April-August: Musikdirektor am Königsberger Theater.

Ab August: Kappellmeister am Rigaer Theater.

1839

Wagner muss Riga hochverschuldet verlassen. Während der stürmischen und abenteuerlichen Überfahrt nach England entsteht der Plan für seine Oper "Der fliegende Holländer".

Nach einem kurzen Aufenthalt in London lässt er sich in Paris nieder und lernt dort den Dichter Heinrich Heine (1797-1856) und den Komponisten und Pianisten Franz Liszt kennen.

1842

20. Oktober: Triumphale Uraufführung der Oper "Rienzi, der letzte der Tribunen" nach dem gleichnamigen Roman von Edward George Bulwer-Lytton (1803-1873) am Hoftheater in Dresden. In der Hauptrolle singt die von Wagner seit seiner Jugend verehrte Primadonna Wilhelmine Schröder-Devrient (1804-1860).

1843

2. Januar: Uraufführung der Oper "Der fliegende Holländer" am Dresdner Hoftheater. Der Text des Musikdramas stammt erstmalig allein von Wagner.

Der zentrale Gedanke von Wagners Bühnenwerken ist das Erlösungsmotiv. Vorlagen sind mittelalterliche Mythen, Sagen und Legenden, aus denen er die Momente des Märtyrer- oder Erlösungsdramas heraushebt.

2. Februar: Ernennung zum Königlich-Sächsischen Hofkappellmeister.

1845

19. Oktober: Uraufführung der romantischen Oper "Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg" in Dresden.

Im Tannhäuser entwickelt Wagner die erstmals für den Fliegenden Holländer verwendete Leitmotivtechnik weiter und löst den traditionellen Nummernaufbau zugunsten größerer szenischer Einheiten auf.

1848

Tod seiner Mutter.

1849

Wegen seiner Teilnahme am Dresdner Aufstand im Zuge der Revolution von 1848/49 wird Wagner steckbrieflich gesucht und flieht in die Schweiz.

1850

28. August: Uraufführung der romantischen Oper "Lohengrin" durch Franz Liszt in Weimar.

Zunächst anonyme Veröffentlichung von Wagners antisemitischer Schrift "Das Judentum in der Musik" in der "Neuen Zeitschrift für Musik". Darin beklagt er die "Verjüdung der modernen Kunst" und vertritt die These, dass "der Jude an sich unfähig sei [....] sich uns künstlerisch kundzugeben.".

1851

Publikation seines theoretischen Hauptwerks "Oper und Drama", in dem er seine Konzeption des Musikdramas als Gesamtkunstwerk darlegt.

1853

Nach Vollendung der Dichtung des "Ringes des Nibelungen" beginnt Wagner mit der Komposition des aus vier Teilen bestehenden Opern-Zyklus: "Das Rheingold" ist 1853 fertiggestellt, "Die Walküre folgt 1856. Die Partituren der abschließenden Teile "Siegfried" und "Götterdämmerung" werden erst nach jahrelanger Pause 1871 bzw. 1874 abgeschlossen.

1855

März-Juli: Gastdirigent in London.

1857-1858

Die Wagners beziehen in Zürich ein Gartenhaus, das ihnen der Kaufmann Otto Wesendonck (1815-1896) und dessen Frau Mathilde (1828-1902) auf ihrem Anwesen zur Verfügung stellen.

Die Liebe zu Mathilde Wesendonck ebenso wie die Lektüre von Arthur Schopenhauers (1788-1860) Hauptwerk "Die Welt als Wille und Vorstellung" beeinflussen Wagner bei der Komposition der Oper "Tristan und Isolde".

Aus dieser Zeit stammen auch die "Wesendonck-Lieder" für eine Frauenstimme nach Gedichten von Mathilde Wesendonck.

1859-1861

Fester Wohnsitz in Paris.

1860

Juli: König Johann I. von Sachsen (1801-1873) verfügt eine Teilamnestierung, die Wagner zunächst den Aufenthalt in den nichtsächsischen Mitgliedstaaten des Deutschen Bundes ermöglicht, ab 1862 darf er sich auch wieder im Königreich Sachsen frei bewegen.

1861

März: Die von Napoleon III. angeordnete Aufführung des "Tannhäuser" in der Pariser Oper gestaltet sich in Anwesenheit des Komponisten zu einem der größten Skandale in der Geschichte des Musiktheaters. Auslöser ist der Verzicht Wagners auf ein Ballett im 2. Aufzug, wie es den Gepflogenheiten der Pariser Clubs entsprochen hätte.

1862

Wagner nimmt seinen Wohnsitz in Biebrich bei Wiesbaden, um den neu geknüpften Kontakt zu seinem in Mainz ansässigen Verleger Franz Schott (1811-1874) zu intensivieren.

Beginn der Arbeit an den "Meistersingern von Nürnberg".

1863

Konzerte in Wien, Petersburg, Moskau, Budapest, Prag und Karlsruhe.

Mai: Wagner bezieht in Wien eine Wohnung und richtet sie kostspielig ein.

1864

März: Wagner droht in Wien die Schuldhaft. Er flüchtet über die Schweiz nach Stuttgart.

4. Mai: Erste Begegnung mit König Ludwig II. von Bayern (1845-1886) in der Münchner Residenz. Als großer Verehrer seiner Musik sichert ihm Ludwig II. finanzielle Unterstützung bei der Beendigung seiner Werke zu und veranlasst seine Berufung nach München.

1865

10. Juni: Uraufführung von "Tristan und Isolde" im Münchner Nationaltheater unter der Leitung Hans von Bülows (1830-1894).

Dezember: Ludwig II. beugt sich dem Druck seitens der Münchner Bevölkerung und bittet Wagner München zu verlassen. Zuvor hatten rund 4.000 Münchner Bürger eine Petition unterschrieben, in der sie das ausschweifende und kostspielige Leben Wagners kritisiert und seinen Weggang aus der bayerischen Hauptstadt gefordert hatten.

1866

25. Januar: Tod Minna Wagners.

April: Wagner bezieht die von Ludwig II. finanzierte Villa Tribschen am Vierwaldstätter See bei Luzern.

1868

21. Juni: Uraufführung der "Meistersinger von Nürnberg" im Münchner Nationaltheater.

1869

22. September: Uraufführung von "Das Rheingold" im Münchner Nationaltheater.

Ergänzt um ein Vor- und Nachwort veröffentlicht Wagner seine bereits 1850 anonym publizierte antisemitische Schrift "Das Judentum in der Musik" unter seinem eigenen Namen.

1870

25. August: Heirat mit Cosima von Bülow, der Tochter von Franz Liszt und geschiedenen Ehefrau des Pianisten und Dirigenten Hans von Bülow. Aus der seit 1863 bestehenden Verbindung gehen drei Kinder hervor.

1872

Umzug nach Bayreuth.

Mai: Baubeginn des von Wagner konzipierten und von Ludwig II. mitfinanzierten Festspielhauses in Bayreuth.

1874

28. April: Einzug der Familie Wagner in Haus Wahnfried in Bayreuth.

1876

13.-17. August: Uraufführung des gesamten "Ring des Nibelungen" unter der Leitung von Hans Richter (1843-1916).

1882

26. Juli: Uraufführung von Wagners letzter Oper "Parsival" in Bayreuth.

September: Aus gesundheitlichen Gründen reist er mit seiner Familie nach Venedig.

1883

13. Februar: Richard Wagner stirbt in Venedig an einer Herzattacke.

16. Februar: Sein Leichnam wird nach Bayreuth überführt, wo er am 18. Februar in einer Gruft im Garten der Villa Wahnfried beigesetzt wird.

Robert Schumann

(* 8. Juni 1810 in Zwickau; † 29. Juli 1856 in Endenich bei Bonn

war ein deutscher Komponist und Pianist der Romantik (der öfter angegebene zweite Vorname Alexander ist nicht belegt). Er war der Ehemann von Clara Schumann, geborene Wieck.

Der deutsche Pianist und Komponist zählt zu den bedeutendsten Musikern der deutschen Hochromantik. Unter Anlehnung an seine Vorbilder Ludwig van Beethoven und Franz Schubert schrieb Robert Alexander Schumann besonders durch seine Klavierkompositionen ein wichtiges Stück deutscher und europäischer Musikgeschichte. Schumann komponierte etwa 600 Werke; seine bedeutenden Orchesterwerke, das Klavierkonzert a-Moll, das Violoncellokonzert a-Moll, das Violinkonzert d-Moll und die vier Sinfonien, entstehen ab 1841. Indes komponierte Schumann auch kammermusikalische Werke, wie die Oper "Genoveva" und das Oratorium "Das Pradies und die Peri"...

Biografie

Robert Alexander Schumann wurde am 8. Juni 1810 im sächsischen Zwickau geboren.

Schumann war eines von sechs Kindern des Buchhändlers und Verlegers August Schumann (1773–1826) und dessen Frau Johanna Christiane, geb. Schnabel. Er erhielt bereits mit sieben Jahren Klavierunterricht. Nach der Schule nahm er 1828 ein Jura-Studium in Leipzig auf, wo er jedoch durch die Begegnung mit Friedrich Wieck zur Musik und zur Aufgabe der juristischen Studien gebracht wurde. Der Musikpädagoge bildete ihn am Klavier aus, wo sich Schumann zu einem virtuosen Spieler zu entwickeln begann.

Daneben betrieb Schumann auch eigene Studien in Theorie und in anderen Musikbereichen. 1830 zwang ihn eine Fingerzerrung zur Aufgabe der angestrebten Karriere als Pianist. Schumann wandte sich nun ganz der Komposition zu. Überdies begann er, musikkritische Artikel zu schreiben, und ab 1834 die "Neue Zeitschrift für Musik" herauszugeben. Seine bis 1839 entstandenen Kompositionen wie "Papillons" (1829-1832) oder die "Symphonische Etuden" (1834-1837) schrieb Schumann fast ausschließlich für das Klavier.

Im Jahr 1840 heiratete der Komponist die Tochter seines Lehrmeisters Clara Wieck. Ab 1841 entstanden auch die ersten Werke für Kammermusik und Orchester wie die "Frühlingssinfonie" (1841) oder die "Rheinische Sinfonie" (1850). Schumann komponierte etwa 600 Werke, die sich musikgeschichtlich der deutschen Romantik zuordnen lassen. Besonders in den Klavierwerken fand der Komponist zu seiner Meisterleistung, die er in Anlehnung an die Musik von Ludwig van Beethoven und Franz Peter Schubert entwickelte.

Durch die Freundschaft mit Felix Mendelssohn Bartholdy nahm Schumann 1843 eine Tätigkeit am Leipziger Konservatorium auf. Ein Jahr später wurde er Chorleiter in Dresden. Nach seiner Berufung zum Städtischen Musikdirektor von Düsseldorf 1850 sah er sich in der Öffentlichkeit zunehmender Anfeindung und Missgunst ausgesetzt. Die ihn bereits seit langen Jahren befallenen Depressionen steigerten sich 1854 zu Wahnvorstellungen, die Schumann zum Selbstmordversuch trieben.

Im Anschluss daran verbrachte er seine letzten Lebensjahre an Demenz leidend in einer Heilanstalt in Bonn-Endenich.

Robert Alexander Schumann verstarb am 29. Juli 1856 in Bonn.

Список источников

Постникова Е.М. Тексты для чтения на немецком языке- М: Просвещение ,2001

http://otvet.mail.ru/question/62753308/.

http://festival.1september.ru/articles/101183/

http://www.whoswho.de/templ/te_bio.php?PID=947&RID=1

http://deutscherklub.ru/index2.php?option=com_datsogallery&func=wmark&mid=2

http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/WagnerRichard/index.html

7


Адрес публикации: https://www.prodlenka.org/metodicheskie-razrabotki/48313-prezentacija-na-temu-komponisten

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